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H

Hahn

Der Hahn ist eine Armatur, dessen Abschlusskörper sich quer zur Strömung um eine Achse dreht und in Offenstellung durchströmt wird.

Halbaxial

Halbaxial bezeichnet eine Richtung zwischen axial (entlang der Achse) und radial (senkrecht zur Achse). Bei Kreiselpumpen bedeutet die Bezeichnung halbaxial, dass der Förderstrom im Laufrad in halbaxialer Richtung transportiert wird.

Haltedruckhöhe

Die Haltedruckhöhe hat physikalisch gesehen dieselbe Bedeutung wie der NPSH-Wert. Haltedruckhöhe und NPSH-Wert können sich im Zahlenwert um einen Betrag ZS unterscheiden, weil zu ihrer Berechnung verschiedene Bezugsebenen definiert sind. siehe Abb. 1 NPSH

Im praktischen Gebrauch wird nur der NPSH-Wert verwendet.

Handpumpe

Die Handpumpe ist eine Verdrängerpumpe und kann aufgrund der kleinen Bauweise in der Hand gehalten sowie durch Handkraft wie bei der Schwengel- oder Handkolbenpumpe angetrieben werden.

HART

Die Bezeichnung HART ist die engl. Abkürzung für "highway addressable remote transducer" und steht für ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll für industrielle Feldbusse. Es ermöglicht eine Kommunikation von mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Datenbus. Die Basis stellt dabei der zur Übertragung analoger Sensorsignale verwendete 4/20 mA-Standard dar (siehe auch Kommunikationssystem).

Hauswasserversorgungsanlage

Eine Hauswasserversorgungsanlage dient der Versorgung einzelner Wohnhäuser oder Gehöfte mit Wasser, wenn ein eigener Brunnen mit entsprechender Ergiebigkeit vorhanden ist. Weitere Einsatzgebiete sind der Brandschutz und Kühlkreislauf sowie die Beregnung, Bewässerung, Grundwasserabsenkung, Druckerhöhung, Springbrunnen- und Klimaanlagen. Es werden sowohl Horizontal- als auch Vertikalpumpen verwendet. Die Pumpen müssen mit einem Fußventil in der Saugleitung ausgerüstet werden. Eine Ausnahme bildet dabei die Unterwassermotorpumpe, die unterhalb des niedrigsten Wasserspiegels eingehängt wird. siehe Abb. 1 Hauswasserversorgungsanlage

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Die Pumpen werden durch einen Schaltautomaten ein- und ausgeschaltet. Kleinere Hauswasserversorgungsanlagen existieren bereits als anschlussfertige vollautomatische Kompaktanlagen.

Das Hauswasserwerk: Wasserversorgung unabhängig gestalten

Heberleitung

Flüssigkeiten können sicher aus Lagerbehältern von oben über eine Heberleitung entnommen werden. Des Weiteren wird so ein sicheres Anheben und zuverlässiges Belüften der Saugleitung bei Betriebsende oder im Störfall ermöglicht. 

Bei Grundwasseranlagen wird die Heberleitung zur Überleitung des Wassers aus den Einzel- in einen Sammelbrunnen verwendet. Aus diesem fördern dann selbstansaugende Pumpen das Wasser zu dem Sammelbehälter. Als treibendes Gefälle zur Erzeugung der Durchflussgeschwindigkeit (v) und zur Überwindung des Druckhöhenverlustes (Σζ•v2•(2• g)-1) mit dem Widerstandsbeiwert (ζ) und der Fallbeschleunigung (g) dient die Differenz zwischen den einzelnen Höhenspiegel (e).
siehe Abb. 1 Heberleitung

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Zur Berechnung des Heberstroms (Q) folgt: 

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Die Heberleitung ist nur betriebsfähig, wenn der absolute Druck (pS) im Scheitelpunkt größer als der zur vorhandenen Wassertemperatur gehörende Dampfdruck (pD) ist. Diese Bedingung ist erfüllt, wenn gilt

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oder der Scheitel in der Nähe des Sammelbrunnens liegt.

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Gelöste Gase (siehe Gasabscheidung) werden im Scheitelpunkt laufend ausgeschieden und müssen abgesaugt werden. 

Häufig werden anstelle von Heberleitungen die Unterwassermotorpumpen eingesetzt, die das Wasser direkt zum Sammelbehälter fördern. siehe Abb. 1 Hauswasserversorgungsanlage

Heizungsumwälzpumpe

Die Heizungsumwälzpumpe ist eine Kreiselpumpe, die das erwärmte Fördermedium in Warmwasserheizungsanlagen zwangsweise umwälzt, da der geringe geodätische Höhenunterschied in dem Heizungssystem nicht ausreicht, um eine natürliche Umwälzgeschwindigkeit infolge der Dichteunterschiede (Thermosyphonwirkung) zu sichern. Aufgrund des Zwangsumlaufs können die Rohrleitungsquerschnitte schwächer bemessen werden, sodass die Anlagekosten niedriger liegen als bei Naturumlaufsystemen (z. B. Schwerkraftheizung). Bei kleinen Heizungsumwälzpumpen bis ca. 2,5 kW werden Spaltrohrmotoren (siehe Spaltrohrmotorpumpe) eingesetzt. Dabei kann absolute Dichtheit im Bereich der Heizungsumwälzpumpe gewährleistet werden. siehe Abb. 1 Heizungsumwälzpumpe

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Bei einer größeren Heizungsumwälzpumpe wird eine Inlinepumpe mit Gleitringdichtungen verwendet.
siehe Abb. 2 Heizungsumwälzpumpe

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Ist eine betriebsbereite Reservepumpe aus Gründen der Sicherheit oder des Komforts vorgeschrieben oder erwünscht, wird die Heizungsumwälzpumpe auch als Zwillingspumpe eingesetzt. 
siehe Abb. 3 Heizungsumwälzpumpe

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KSB Heizungspumpe - hocheffizient und universell einsetzbar

KSB-Hocheffizienzpumpe: leistungsstark, flexibel, vielfältig

Heißwasserpumpe

Die Heißwasserpumpe ist eine Kreiselpumpe zur Förderung von Wasser mit Temperaturen über 100 °C für die Kesselspeisung (siehe Kesselspeisepumpe), Heizungs- (siehe Heizungsumwälzpumpe) und Speisewasserumwälzung sowie als Umwälzpumpe für den nuklearen Bereich (siehe Reaktorpumpe). 

Häufig verwendete Werkstoffe für Heißwasserpumpen sind neben Gusseisen und Sphäroguss der Stahl-, Chromstahl- und austenitische Stahlguss sowie für bestimmte Pumpengehäuse die entsprechenden Knetlegierungen. 

Besondere Belastungen ergeben sich im Fall plötzlich auftretender Temperaturänderungen bei Gliederpumpen für die Verbindungsschrauben und bei Topfgehäusepumpen für das Topfgehäuse. Zur Vermeidung von Verschiebungen unter dem Einfluss der Gehäusetemperaturen der Wellenachsen von Antriebsmotor und Pumpe zueinander werden die Füße am Pumpengehäuse zweckmäßig in Achshöhe angeordnet. Diese Fußanordnung ist ein Kennzeichen für Heißwasserpumpen in Gliederbauart.
siehe Abb. 1 Heißwasserpumpe

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Bei einstufigen Heißwasserpumpen werden die Füße sehr oft auch unten am Pumpengehäuse angebracht.
siehe Abb. 2 Heißwasserpumpe

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Um unvermeidliche Wellenverschiebungen aufzunehmen, werden doppeltkardanische Kupplungen eingesetzt (siehe Wellenkupplung). Sie bieten eine zuverlässige Alternative zum Pumpengehäuse mit Füßen in Achsmitte. 

Die Gehäuseabdichtung (siehe Dichtung) wird in Abhängigkeit von der Temperatur- und Druckbelastung durch Rund-, Spiral- oder Flachdichtung erreicht. 

Die Wellendichtung muss in einem niedrigen Temperaturbereich liegen. Dazu wird die entstehende Reibungswärme abgeführt. Die Wärmeabfuhr erfolgt entweder über eine externe Kühlflüssigkeit, die den Wellenabdichtungsraum oder Wärmetauscher versorgt, oder kann alternativ auch über eine umweltschonende Luftkühlung erfolgen. siehe Abb. 2 Heißwasserpumpe

Als Art der Abdichtung kommen Gleitringdichtungen oder gelegentlich auch noch Packungen oder Schwimmringdichtungen in Frage (siehe Wellenabdichtung). 

Die Welle selbst ist in ölgeschmierten Wälz- oder Gleitlagern geführt, die mit Luft, Öl oder Wasser gekühlt werden.


Etanorm SYT

Herstellererklärung

Eine Herstellererklärung im Sinne der Maschinenrichtlinie 98/37/EG vom Juni 1998 wird durch den Hersteller selbst oder einen Bevollmächtigten für eine Maschine oder Maschinenanlage/-teil ausgestellt, um die Ware in den freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union zu bringen. Mit dieser Ware müssen bestimmte Konformitätserklärungen wie bspw. die CE-Kennzeichnung mitgeliefert werden. 

Mit der Neufassung der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) vom Mai 2006 ersetzt ab dem 29. Dezember 2009 eine Einbauerklärung die Herstellererklärung rechtsverbindlich. Danach muss ein Hinweis enthalten sein, dass die Inbetriebnahme einer Maschine untersagt ist, solange nicht für alle Komponenten die Konformität mit dieser Richtlinie festgestellt wurde.

Hinterfeilen

Hinterfeilen bezeichnet die nachträgliche Bearbeitung von Laufradschaufeln bei Kreiselpumpen niedriger spezifischer Drehzahlen zum Zwecke einer leichten Anhebung der Förderhöhe im Berechnungspunkt. Beim Hinterfeilen auf der nach innen gewölbten (konkaven) Seite der rückwärts gekrümmten Laufschaufeln ergibt sich ein etwas steilerer Schaufelaustrittswinkel. Die QH-Kennlinie wird dabei angehoben und kann im Best-Förderstrom (Qopt) die Förderhöhe in Abhängigkeit von der Art des Hinterfeilens und Bauart des Laufrades um ca. 3 % vergrößern. Teilweise wird auch eine leichte Wirkungsgradanhebung erzielt.
siehe Abb. 1 Hinterfeilen

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HMI

Die Bezeichnung HMI ist die engl. Abkürzung für "human machine interface" und wird auch als "Man Machine Interface (MMI) oder Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) bezeichnet. Sie steht für das Benutzerinterface, eine Gerätetechnik zum Bedienen, Beobachten und Steuern von Prozessen in einem Mensch-Maschine-System. 

Die dafür notwendigen Informationen erhält der Mensch analog über Signallampen, Anzeigefelder und Taster oder digital über ein Visualisierungssystem bspw. auf einem Terminal (siehe Kommunikationssystem).

Holzstoff

Der Holzstoff ist fein zerfasertes Holz. Er wird als wichtiger Rohstoff für die Papierherstellung gebraucht und mit Zellstoff unter dem Begriff Faserstoff zusammengefasst.

Hutschiene

Die Hutschiene gehört zur Gruppe der Tragschienen und ist eine genormte Profilschiene aus Metall. Sie hat ein U-förmiges bzw. einem Hut ähnelndes Profil und dient zur Befestigung von Bauteilen wie dem Relais, der Schütze oder Zeitschaltuhr in Schaltschränken, Verteiler- und Anschlusskästen. 

Im Englischen wird sie als DIN Rail bezeichnet.

Hybridkühlung

Die Hybridkühlung ist eine Art der Kühlung, welche die Vorteile der Trocken- und Nasskühlung bei deutlich verringertem Wasserverbrauch vereint. Diese Vorteile sind hohe Kühlleistung und besserer Wirkungsgrad. Aufgrund der auch hier stattfindenden Wasserverdunstung wird sie eher der Nasskühlung zugeordnet. 

Alternative Kühlarten sind die Nass- bzw. Trockenkühlung.

Hydraulischer Wirkungsgrad

Der hydraulische Wirkungsgrad (ηh) wird in der Fachliteratur der Kreiselpumpentechnik auch als "Schaufelwirkungsgrad" bezeichnet und ist der Quotient aus der Förder- (PQ) und Schaufelleistung (PSch).

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