Werkstoff
Aus der Vielzahl verfügbarer Werkstoffe werden f ür die Kreiselpumpen je nach Beanspruchung metallische und nichtmetallische (wie Kunststoffe und keramische) Werkstoffe bevorzugt.
Metallische Werkstoffe
Der Einsatz von metallischen Werkstoffen erfolgt als Guss-Werkstoffe oder in geschmiedeter, gewalzter sowie anderer Erzeugnisform. Aufgrund der weitestgehend freien Gestaltungsmöglichkeit und großen Vielfalt spezieller Legierungsvarianten sind diese auch heute noch die am häufigsten verwendeten Konstruktions-Werkstoffe für Pumpengehäuse und Laufräder. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung und ihren mechanisch-technologischen Eigenschaften kommen verschiedene Guss-Werkstoffe in Kreiselpumpen zum Einsatz.
Siehe Abb. 1: Werkstoff(öffnet in einem neuen Tab)
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Kunststoffe
Kunststoffe sind nach der Norm ISO 1043-1 aufgrund der Temperaturabhängigkeit ihres mechanischen Verhaltens in vier Gruppen eingeteilt.
Kunststoffe sind nach der Norm ISO 1043-1 aufgrund der Temperaturabhängigkeit ihres mechanischen Verhaltens in vier Gruppen eingeteilt.
Mechanisches Verhalten der vier Kunststoffgruppen
- Thermoplaste: In der Wärme sind sie beliebig oft verformbare hochpolymere Werkstoffe wie Polystyrol (PS), Polyethylen (PE) oder Polyvinylchlorid (PVC).
- Elastomere: Sie sind weitmaschig vernetzte hochpolymere Werkstoffe und in allen Temperaturbereichen gummielastisch (z. B. vernetzter Naturkautschuk oder Polyisobutylen).
- Thermoelaste: Als weitmaschig vernetzte hochpolymere Werkstoffe sind sie oberhalb von 20 °C gummielastisch, z. B. mit über 10 % Schwefel vernetzter Naturkautschuk, vernetztes Polyethylen oder hochmolekulare Polymethacrylsäureester.
- Duroplaste: Engmaschig vernetzt sind sie ausgehärtete hochpolymere Werkstoffe (z. B. Polyester-, Epoxyd- oder Phenol-Formaldehyd-Harze).
Vor allem die Thermoplaste sind als Konstruktions-Werkstoffe für Lauf- und Leiträder wichtig, während die Elastomere für Dichtungen oder als Überzugsmaterialien Verwendung finden.
Siehe Abb. 2: Werkstoff(öffnet in einem neuen Tab)
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Keramische Werkstoffe
Die keramischen Werkstoffe sind definiert als nichtmetallisch, anorganisch und zu über 30 % kristallin. Sie werden als moderne ingenieurkeramische Werkstoffe für Dichtungs- und Lagerelemente (siehe Gleitlager) verwendet, aber auch zunehmend für andere Konstruktionselemente, wie Lauf- und Spaltringe (siehe Spaltdichtung) sowie auch Laufräder.
Siehe Abb. 3: Werkstoff
Siehe Abb. 3: Werkstoff

Abb. 3 Werkstoff: keramische Werkstoffe für Kreiselpumpen
Kennzeichnend für diese Werkstoff-Gruppe ist ihre hohe mechanische, thermische und chemische Belastbarkeit. Das spröde Verhalten, die Empfindlichkeit gegen Zugspannungen, die eingeschränkte Formgebung und die kostenintensive Bearbeitung verlangen werkstoffgerechte Konstruktionen.
