Bericht über das Geschäftsjahr 2011

KSB Konzern mit deutlichem Umsatzwachstum

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wachstum hat im Verlauf des Jahres 2011 spürbar an Schwung verloren. Die sich verschärfende Schuldenkrise in Europa, die Ereignisse in Japan − mit ihren Folgen für die Energiepolitik − und die politischen Veränderungen in Nordafrika beeinträchtigten die Bereitschaft vieler Kunden, in den Bau neuer Großanlagen, beispielsweise zur Stromerzeugung, zu investieren. Daher gestaltete sich das Projektgeschäft mit Pumpen und Armaturen weiterhin schwierig. Vergleichsweise gute Chancen bot das Breitengeschäft mit Standardprodukten, vor allem für die Industrie.

Unternehmenskennzahlen zum 31. Dezember 2011 (vorläufige Zahlen)

KSB Konzern01-12/201101-12/2010Veränderung
AuftragseingangMio. €2.132,32.075,0+ 2,8 %
UmsatzerlöseMio. €2.079,11.939,3+ 7,2 %
Belegschaft (31.12.)15.66614.697+ 6,6 %

Verbesserte Auftragslage für Armaturen und Serviceleistungen

Aufgrund der erschwerten Marktbedingungen erhöhte sich der Auftragseingang im Konzern nur moderat um 2,8 % auf 2.132,3 Mio. €. Dabei waren kräftige Steigerungen bei Serviceaufträgen sowie ein gutes Wachstum im Segment Armaturen zu verzeichnen. Bedingt durch die unterjährige Ausgliederung eines chinesischen Geschäftssegments in ein Joint Venture außerhalb des Konzerns blieben die Bestellungen von Pumpen insgesamt knapp unter Vorjahresniveau.


Vor allem die amerikanischen Gesellschaften haben ihr Auftragsvolumen 2011 deutlich vergrößert. Herausragend war die Steigerung der US-Tochter GIW Industries, Inc., die mit ihrem Angebot an Feststoffpumpen von einer guten Auftragslage im Bergbau profitierte.


Die KSB AG verbesserte sich um 4,5 % auf 819,0 Mio. € und damit stärker als der Durchschnitt der europäischen Gesellschaften. In mehreren Unternehmen in Südeuropa blieben die eingehenden Bestellungen unter denen des Vorjahres.

Konzernumsatz erstmals über zwei Milliarden Euro

Der KSB-Umsatz erhöhte sich sowohl in den drei Segmenten Pumpen, Armaturen und Service wie auch in allen vier Vertriebsregionen. Mit einem Plus von 7,2 % erreichten die Konzerngesellschaften in Summe 2.079,1 Mio. € und übertrafen damit erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro. Eine deutlich zweistellige Zuwachsrate verzeichneten die Unternehmen in der Region Asien / Pazifik.


In dem für das KSB-Geschäft nach wie vor dominanten Heimatmarkt Europa verbesserten sich die Gesellschaften insgesamt nur leicht. Hier lieferte die KSB AG mit einem Umsatzanstieg um 4,2 % auf 811,3 Mio. € einen überproportionalen Wachstumsbeitrag. Einige Tochterunternehmen aus Mittel-, Nord- und Osteuropa zeigten zweistellige Zuwachsraten; die Umsätze der südeuropäischen Unternehmen lagen hingegen großteils unter denen des Vorjahres.


Zu der positiven Entwicklung im Konzern haben 2011 auch zehn Gesellschaften beigetragen, die erstmals konsolidiert wurden. Diese Unternehmen erreichten insgesamt einen Auftragseingang von 66,3 Mio. € sowie einen Umsatz von 63,7 Mio. €.


Hoher Preisdruck belastet Konzernergebnis

Wegen der schwierigen Lage im Projektgeschäft war die Ergebnisentwicklung dort von einem starken Preisverfall und entsprechend geringeren Margen gekennzeichnet; auch steigende Material- und Personalkosten führten zu Belastungen. Insoweit ist für das Geschäftsjahr 2011 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern zu rechnen, das wie angekündigt unter dem des Vorjahres (135,8 Mio. €) liegen wird.

Neukonsolidierungen vergrößern Konzernbelegschaft

Die Mitarbeiterzahl im Konzern hat sich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt um 6,6 % auf 15.666 erhöht. Zu diesem Zuwachs haben wesentlich die neukonsolidierten Gesellschaften beigetragen, auf die zum Jahresende 527 Personen entfielen. Aber auch die KSB AG hat ihre Belegschaft um 91 Mitarbeiter auf 4.329 vergrößert, unter anderem um eingeleitete und noch geplante Strategieprojekte durchführen zu können.

Ausblick

Für das laufende Jahr ist mit einem insgesamt moderaten, aber regional unterschiedlichenWachstum des Marktes für Pumpen, Armaturen und Serviceleistungenzu rechnen. Sofern es zu keinen  deutlichen Konjunktureintrübungen oder gar zu einer ausgeprägten Rezession kommt, steht für 2012 eine Steigerung von Auftragseingang und Umsatz in Aussicht. Hierbei wird das Umsatzvolumen im Konzern voraussichtlich stärker wachsen als der Auftragseingang. Auf Basis dieser Geschäftsentwicklung wird sich auch das Ergebnis vor Ertragsteuern nach aktuellen Einschätzungen verbessern.

Für die Fortsetzung der Strategieprojekte sind auch 2012 Finanzmittel und Kapazitäten eingeplant; Investitionen wird der Konzern aus heutiger Sicht vollständig aus Eigenmitteln finanzieren.

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