Gibt es für die Ladungsträger in einem Stromkreis keinen Weg, aus diesem in einen anderen zu fließen, so sind diese beiden Stromkreise aufgrund der fehlenden elektrisch leitfähigen Verbindung galvanisch voneinander getrennt. Dies wird durch den Einbau von Transformatoren, Optokopplern oder Kondensatoren herbeigeführt. Um dennoch elektrische Leistung oder Signale auszutauschen, erfolgt dies über Magnetfelder, Infrarotstrahlung oder Ladungsverschiebung.
Ein bekanntes Beispiel für eine galvanische Trennung ist der Transformator mit Speisung aus dem öffentlichen Stromnetz (Netztransformator).
Gründe für galvanische Trennung
zur Sicherheit als Berührungsschutz
aus messtechnischen Gründen (Potenzialtrennung)
zur Verhinderung von elektromagnetischen Störungen
Unter der Garantie wird im Zusammenhang mit dem Abnahmeversuch einer Kreiselpumpe eine Gewährleistung vertraglich vereinbarter physikalischer Größen und technischer Eigenschaften der Pumpe verstanden (siehe auch Gewährleistungstoleranz).
In der Abnahmeregel DIN EN ISO 9906 und des Hydraulic Institute (HI) wird der Begriff Garantie im technischen Sinne verwendet. Danach sind die vertraglich festgelegten Werte die Grundlage für die Nachprüfung im Abnahmeversuch. Die Festlegung der dabei zu garantierenden Größen und Eigenschaften richtet sich nach der Ausführung und dem Verwendungszweck der Kreiselpumpe.
Zum Erfüllen der Garantie müssen die im Kaufvertrag garantierten Kennwerte der Pumpe beim Abnahmeversuch innerhalb der Toleranzbereiche der Messergebnisse liegen, wie sie in der DIN EN ISO 9906 oder HI festgelegt sind.
Jede genaue Garantieprüfung ist mit Kosten verbunden, die immer im wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis zum Anschaffungspreis der Pumpe stehen sollten. Es wird grundsätzlich auch nicht festgelegt, welche Rechte und Pflichten entstehen, wenn festgelegte Werte nicht erreicht werden.
Die Gasabscheidung beschreibt die Ausscheidung eines Gases aus dem Fördermedium aufgrund von Druckänderungen. Die Löslichkeit von Luft in Wasser ist bspw. von dessen Temperatur und Druck abhängig (siehe Gasgehalt im Fördermedium). Da mit abnehmendem Druck und zunehmender Temperatur die Löslichkeit geringer wird, scheidet sich Luft in den Saugleitungen von Pumpen oder in Heberleitungen aus (siehe Luftsackbildung). siehe Abb. 1 Gasabscheidung
Abb. 1 Gasabscheidung: Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser in Abhängigkeit vom Druck und von der Wassertemperatur
Die ausgeschiedenen Gase sammeln sich am höchsten Punkt der Leitung und müssen von dort abgesaugt werden, um ein Abreißen der Wassersäule zu verhindern.
Bei Saugleitungen ist im Mittel bezogen auf den Ansaugezustand mit folgendem stündlichem Luftabsaugevolumen (QsL) zu rechnen:
Bei Heberleitungen gilt: siehe Abb. 1 Heberleitung
Wenn der Scheitel in der Nähe des Sammelbrunnens liegt, gilt:
Das abgeschiedene Gasvolumen wird durch eine automatisch arbeitende Evakuierungsanlage (siehe Entlüftung) abgesaugt. Stark gasende Medien wie Abwasser scheiden auch im Unterdruckgebiet des Laufrades noch Gas aus, was die Förderfähigkeit nachteilig beeinflusst. Offene Laufräder mit großer Spaltweite oder Freistromräder (siehe Freistrompumpe) haben sich hier am besten bewährt, um eine Entmischung des Gases und seine Beseitigung aus dem Pumpengehäuse zu gewährleisten.
Bei Anwendungen in der Nahrungsmittel-, Papier- und Zellstoffindustrie muss das Gas aus dem Fördermedium mittransportiert werden. Aus diesem Grund sollte eine Pumpe so konstruiert sein, dass Gasabscheidung und erforderlicher Flüssigkeitstransport gleichzeitig erfolgen können. siehe Abb. 2 Gasabscheidung
Abb. 2 Gasabscheidung: Spiralgehäusepumpe in Prozessbauweise mit Gasaustrittsöffnungen und gesondertem Stutzen zur Gasabführung
Die eingebaute Vorrichtung scheidet das Gas ab, welches sich am Laufradeintritt angesammelt hat und drückt es zum Laufradaustritt. Von dort wird es durch eine getrennte Leitung abgeführt. Diese Vorrichtung ermöglicht eine effiziente Förderung von Medien mit einem Gasgehalt von bis zu 60 %. siehe Abb. 3 Gasabscheidung
Abb. 3 Gasabscheidung: Kennlinien einer Spiralgehäusepumpe (Abb. 2 Gasabscheidung) mit geschlossenem Diagonalrad (D = 315 mm, n = 875 min-1) in Abhängigkeit des Gasgehaltes qL (Gasvolumen im Förderstrom in %)
Nur in den wenigsten Fällen liegt eine reine Flüssigkeit als Fördermedium vor (siehe auch Gasabscheidung). Als Beimengungen kommen sowohl feste als auch gasförmige Stoffe in Frage (siehe Zweiphasenströmung). Dabei liegen Gase entweder in gelöster oder ungelöster Form vor. Im gelösten Zustand ist das Gas molekular verteilt und aufgrund der physikalischen Kräfte an die Flüssigkeitsmoleküle angelagert; im ungelösten Zustand liegt das Gas in Form von Blasen vor. Während der Gehalt an gelöstem Gas einer bestimmten Sorte (bis auf instabile Übersättigungszustände) meist einen von der Art und vom Zustand der Flüssigkeit fest definierten oberen Grenzwert nicht überschreitet, ist der Gehalt an ungelöstem Gas nahezu unbegrenzt. Dieser hängt vornehmlich von der Art der Bewegung ab, die in der Flüssigkeit herrscht. So tritt bei ruhender Flüssigkeit meist eine rasche Entgasung ein (z. B. durch Aufsteigen der Blasen an die Oberfläche), während der Gehalt an gelöstem Gas sich seinem Maximalwert nähert.
Zur Bestimmung des Gasgehalts dient bspw. ein Messgerät nach VAN SLYKE. Mit diesem wird mithilfe eines Vakuums das gelöste Gas freigesetzt und dessen Volumen dann gemessen. Gelöste Gase in Flüssigkeiten wirken sich auf das Saugverhalten von Kreiselpumpen aus, indem der hohe Gasgehalt zu einer Vergrößerung des erforderlichen NPSH-Wertes und damit zum früheren Eintritt von Kavitation führt. siehe Abb. 1 Gasgehalt im Fördermedium
Abb. 1 Gasgehalt im Fördermedium: Einfluss der gelösten Luft auf das Saugverhalten einer radialen Kreiselpumpe
n = 1450 min–1 Qopt = 210 m3/h Laufraddurchmesser D = 404 mm
Nichtgelöstes, blasenförmiges Gas beeinflusst das gesamte Betriebsverhalten, wobei je nach Bauart, Betriebsweise und Größe der Pumpe das Ausmaß der Mitförderbarkeit in weiten Grenzen variiert. Abb. 2 Gasgehalt im Fördermedium zeigt für eine Kanalradpumpe (Laufrad) die Veränderung der Kennlinie H(Q), η(Q) in Abhängigkeit vom Prozentsatz der mitgeführten Luft.
Abb. 2 Gasgehalt im Fördermedium: Einfluss von ungelöster Luft auf das Betriebsverhalten einer Kanalradpumpe zur Förderung von vorgereinigten Abwässern (offenes Dreischaufelrad, D = 250 mm, n = 1450 min–1)
qL = Luft-/Gemischvolumen (Saugstutzen) in %, QS = saugseitiger Volumenstrom in m3/h
Mit dem Begriff der Gebäudeautomation wird die Gesamtheit rechnerbasierter Steuerungen, Beobachtungen und Überwachungen aller für den Betrieb relevanten Funktionen in Gebäuden bezeichnet. Ziel ist die Automatisierung von Funktionsabläufen und das Vereinfachen von Überwachung und Bedienung durch Vernetzung aller Einheiten.
Bei einer gegenläufigen Pumpe sind mehrere Laufräder auf der gemeinsamen Pumpenwelle spiegelbildlich angeordnet. Dadurch kann der beim Betrieb einer Kreiselpumpe auftretende Axialschub auch ohne eine zusätzliche Vorrichtung zum Axialschubausgleich (siehe Entlastungseinrichtung) wirkungsvoll ausgeglichen werden. Die axiale Zuströmung zu den Laufrädern ist dann paar- oder gruppenweise entgegengesetzt (gegenläufig). Diese Bauweise bietet sich bei mehrströmigen Pumpen wie bei Kreiselpumpen mit zweiströmigem Laufrad an und ist auch bei mehrstufigen Pumpen wie der Pipeline- oder Kesselspeisepumpe möglich. siehe Abb. 1 Gegenläufige Pumpe
Abb. 1 Gegenläufige Pumpe: Zweiströmige, zweistufge Spiralgehäusepumpe mit längsgeteiltem Gehäuse
Aufgrund der erforderlichen Umführungskanäle setzt diese Bauweise ein Pumpengehäuse mit Längsteilung voraus. Diese Gehäuseart wird sehr lang und verhältnismäßig teuer, sodass der Einsatz von gegenläufigen Pumpen mit mehr als einem Laufradpaar nur bei Betriebsverhältnissen angebracht ist, bei denen die Kosten bei etwaigem Betriebsausfall oder Folgeschäden (z. B. Ausfall einer Entlastungseinrichtung) diesen Aufwand rechtfertigen. siehe Abb. 2 Gegenläufige Pumpe
Abb. 2 Gegenläufige Pumpe: Zweistufige, einströmige Spiralgehäusepumpe mit Umführungskanälen und längsgeteiltem Gehäuse
Als geodätische Höhe wird die Höhenlage (z) eines betrachteten Punktes einer Kreiselpumpe oder Pumpenanlage über einem beliebig gewählten Bezugsniveau bezeichnet.
Abb. 1 Geodätische Höhe: zur Veranschaulichung der Größen bei der geod. Höhe z der Anlage
Die geodätische Saughöhe (Hs.geo) ist die Differenz zwischen der Höhe des saugseitigen Flüssigkeitsspiegels und der Mitte des Laufrads. Unter Idealbedingungen beträgt die maximale geodätische Saughöhe abhängig vom Luftdruck, der Wassertemperatur und Höhe des Standorts (gemessen in Meter von Normalnull) theoretisch 10,33 m. Gerade bei Kreiselpumpen kommt es aber bereits vor dem Erreichen der maximalen Saughöhe bei ca. 8 m aufgrund von Reibung in der Saugleitung und Dampfbildung zuKavitation. Siehe Abb. 1 Geodätische Saughöhe
Die geodätische Zulaufhöhe (Hz.geo) ist die Differenz zwischen der Höhe des Flüssigkeitsspiegels im Zulaufbehälter und der Mitte des Laufrads. Durch eine entsprechend gewählte geodätische Zulaufhöhe soll die Gefahr von Kavitation verringert werden. siehe Abb. 1
Das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz gilt für das Inverkehrbringen und Ausstellen von Produkten, das selbstständig im Rahmen einer wirtschaftlichen Unternehmung erfolgt.
Die bei Pumpen und Anlagen auftretenden Geräusche werden von den Schwingungen der Rohrleitungen und des Pumpengehäuses hervorgerufen. Diese Schwingungen bewegen die umgebende Luft, deren Folge der hörbare Luftschall ist.
Die Gründe dafür sind die aus der instationären Strömung resultierenden Druckschwankungen. Sie entstehen bei der Übertragung von Energie über die Laufschaufeln auf das Fördermedium. So treten aufgrund der endlichen Schaufelzahl periodische Druckschwankungen mit mehr oder weniger großen Ausschlägen auf. Da die Strömung gegen steigenden statischen Druck verläuft, sind die Grenzschichten stark ablösegefährdet. Die Schaufelumströmung und Strömungsablösung machen die Strömung in einer Kreiselpumpe instationär.
Bei einstufigen, aus wenigen einfachen Bauelementen bestehenden Spiralgehäusepumpen sind diese instationären Strömungsvorgänge die wesentlichen Geräuschquellen, abgesehen von denen im Antrieb der Kreiselpumpe.
Bei mehrstufigen Pumpen mit Entlastungseinrichtungen treten neben den bereits erwähnten Geräuschen noch starke Turbulenzgeräusche (siehe unter Strömungslehre) als Folge der meist großen Stufenförderhöhen auf. Auch beim Entspannen höherer Drücke wie in Entlastungseinrichtungen können erhebliche Geräusche entstehen.
Die bisher genannten Geräuschursachen gelten für Betriebszustände von Pumpen und Anlagen ohne Kavitation. Mit dem Auftreten von Kavitation in einer Pumpe oder bspw. in einer Armatur ist ein deutlicher Anstieg des Geräuschs verbunden. Das charakteristische Kavitationsgeräusch hört sich bei einsetzender Kavitation meist wie ein hochfrequentes Knistern an und geht bei stärker ausgeprägter Kavitation (d. h. niedrigerem NPSH-Wert) in ein intensives "Prasseln" über.
Das mit der Kavitation verbundene Geräusch trägt zur gesamten Geräuschemission von Pumpen und Anlagen bei und erhöht den Aufwand für ggf. erforderliche Schallschutzmaßnahmen, kann jedoch auch zur Detektion und bei der Anwendung geeigneter Messsysteme und Analysemethoden zur Gewinnung von Informationen über die Intensität und erosive Aggressivität von Kavitationszuständen dienen.
Ungünstig auf die Geräuschentwicklung von Kreiselpumpen wirkt sich der Trend zu höheren Drehzahlen aus, wodurch die Maschinenabmessungen weiter schrumpfen und die Energieumsetzung auf kleinerem Raum stattfindet (erhöhte Leistungsdichte). Negativ ist auch die immer bessere Ausnutzung der Werkstoffe, wodurch zwar dünnere Wandstärken, aber auch leichter Schwingungen möglich werden.
Die Einflüsse der Baukomponenten auf das Gesamtgeräusch des Pumpenaggregates sind komplex und hängen von vielen Einflussfaktoren ab. siehe Abb. 1 Geräusch bei Pumpen und Anlagen
Abb. 1 Geräusch bei Pumpen und Anlagen: Einflussfaktoren auf das Gesamtgeräusch des Pumpenaggregates
Eine Abschätzung der verschiedenen Schallleistungspegel kann nach VDI 3749 erfolgen. Hier sind Emissionswerte für unterschiedliche technische Schallquellen festgehalten. Besonders schwierig sind die Vorhersagen der Einflüsse von Fundamenten (siehe Pumpenfundament), Gebäuden (mit starkem Nachhall und langer Nachhallzeit), Rohrleitungen sowie benachbarter Maschinen und Anlagen.
Für die Messung von Geräuschen gibt es Regelwerke (siehe Geräuschmessung). Statistische Untersuchungen haben ergeben, dass abhängig von der Pumpenbauart bei kavitationsfreiem Betrieb ein Anteil von 10-9 bis 10-6 des Leistungsbedarfes einer Kreiselpumpe in Schallleistung umgesetzt wird. Dabei kommen als Schallarten der Körper-, Luft- und Flüssigkeitsschall in Frage. siehe Abb. 2 Geräusch bei Pumpen und Anlagen
Abb. 2 Geräusch bei Pumpen und Anlagen: Schallquellen bei Kreiselpumpen
Schallschutzmaßnahmen
Die wichtigste aktive Schallschutzmaßnahme ist die richtige Pumpenauswahl. Dies gilt sowohl für die auf den Verwendungszweck abgestimmte Pumpenbauart als auch für die Pumpengröße. Die Kreiselpumpen entwickeln je nach Lage des Betriebspunktes auf ihrer Drosselkurve unterschiedliche Geräuschintensitäten. Pumpen sollten sowohl aus energie- als auch aus schalltechnischen Gründen möglichst im Betriebspunkt des besten Pumpenwirkungsgrades arbeiten. So sind die Geräuschemissionen bei der Betriebsdrehzahl in der Nähe des Bestpunktes meist am geringsten.
Werden an das Geräuschverhalten von Kreiselpumpen sehr hohe Anforderungen gestellt, so sind Isoliermaßnahmen als passiver Schallschutz unumgänglich. Dazu gehören der Einbau von Kompensatoren in die Rohrleitungen, die Aufstellung der Kreiselpumpe auf Gummi-Metall- oder Federelementen, die Kapselung der Kreiselpumpe oder des Aggregats sowie die Auskleidung mit speziellen schalldämmenden oder dämpfenden Wandelementen von Räumen in denen Pumpenaggregate betrieben werden.
Die Geräuschmessung dient zum Feststellen einer Schallemission von Schallquellen (siehe auch Geräusch bei Pumpen und Anlagen) und wird daher auch als Schallmessung bezeichnet. Bestimmungen zum Messen dieser Geräusche enthalten verschiedene Regelwerke.
Regelwerke zur Geräuschmessung
DIN EN ISO 20361 (Flüssigkeitspumpen und -pumpenaggregate)
DIN 45635 B1 (Geräuschmessung an Maschinen, Luftschallemission, Hüllflächen-Verfahren)
DIN EN ISO 3744 (Bestimmung der Schallleistungs- und der Schallenergiepegel von Geräuschquellen aus Schalldruckmessungen - Hüllflächenverfahren der Genauigkeitsklasse 2 für ein im Wesentlichen freies Schallfeld über einer reflektierenden Ebene)
DIN EN ISO 3746 (Bestimmung der Schallleistungs- und Schallenergiepegel von Geräuschquellen aus Schalldruckmessungen - Hüllflächenverfahren der Genauigkeitsklasse 3 über einer reflektierenden Ebene)
DIN EN ISO 9614-2 (Bestimmung der Schallleistungspegel von Geräuschquellen aus Schallintensitätsmessungen; Teil 2: Messung mit kontinuierlicher Abtastung)
Diese Normen enthalten neben den Definitionen der wichtigsten schalltechnischen Begriffe auch wertvolle Hinweise auf die Messgeräte und -bedingungen, die Durchführung und Auswertung der Schallmessungen sowie die Messunsicherheiten (siehe auchMesstechnik). Sie schaffen damit die Voraussetzungen für die Ermittlung der von den Kreiselpumpen unmittelbar an die umgebende Luft abgestrahlten Geräusche nach einheitlichen Verfahren, sodass deren Ergebnisse vergleichbar sind. Die so ermittelten Werte sind u. a. für den Vergleich ähnlicher und verschiedener Maschinen, für das Abschätzen der Geräuschemission (siehe Immissionsschutzgesetz) und für die Planung von Schallschutzmaßnahmen geeignet.
Der Gesamtdruck ptot ist die Summe aller wirkenden Drücke in einem Bezugssystem. Innerhalb eines Fluids längs eines Stromfadens in reibungsfreier Strömung sind dies nach BERNOULLI (siehe Strömungslehre) der statische Druck p, der dynamische Druckpdyn und der geodätische Anteil (ρ∙g∙z).
Unter der Geschwindigkeit eines Körpers wird dessen zurückgelegter Weg in einer Zeit verstanden. In der Fluidtechnik werden in diesem Zusammenhang die Begriffe Strömungsgeschwindigkeitund Durchflussgeschwindigkeit verwendet.
Das Geschwindigkeitsdreieck ist die geometrische Darstellung der kinematischen Bewegung über Vektoren. Der Vektor ist eine gerichtete Größe. Dieser Zusammenhang wird im Parallelogramm der Geschwindigkeiten eines Flüssigkeitsteilchens dargestellt. siehe Abb. 1 Geschwindigkeitsdreieck
Abb. 1 Geschwindigkeitsdreieck: Parallelogramm der Geschwindigkeiten u, c, w
Aus der Darstellung der Beziehungen in Form des Geschwindigkeitsdreiecks, das oft auch als Geschwindigkeitsplan bezeichnet wird (nicht zu verwechseln mit Kräfte- oder Schaufelplan), gehen auch die Strömungswinkel hervor. siehe Abb. 2 Geschwindigkeitsdreieck
Abb. 2 Geschwindigkeitsdreieck: Mit Strömungswinkel
Strömungswinkel im Geschwindigkeitsdreieck
Winkel α zwischen und positiver u-Richtung ("Absolutwinkel")
Winkel β zwischen und negativer u-Richtung ("Relativwinkel")
Die Lage eines Geschwindigkeitsdreiecks gegenüber einem anderen sagt nichts darüber aus, ob die dort gekennzeichneten Strömungsgeschwindigkeiten auch in der wirklichen Strömung dieselben zueinander bezogenen Lagen einnehmen. siehe Abb. 3 und 4 Geschwindigkeitsdreieck
Abb. 3 Geschwindigkeitsdreieck: Schaufelplan und Geschwindigkeitsdreiecke für den Schnitt A-B durch das Radialrad im Meridianschnitt (Längschnitt durch Pumpenwelle)
Abb. 4 Geschwindigkeitsdreieck: Schaufelplan und Geschwindigkeitsdreiecke für den Zylinderschnitt A-B durch das Axialrad im Meridianschnitt
Die Absolutgeschwindigkeit eines Flüssigkeitsteilchens kann in eine Axial-, Radial- und Umfangskomponente aufgeteilt werden. siehe Abb. 5 Geschwindigkeitsdreieck
Abb. 5 Geschwindigkeitsdreieck: Aufteilung einer Geschwindigkeit in eine Axial-, Radial- und Umfangskomponente, gezeigt am Beispiel der Absolutgeschwindigkeit (hier ➔v genannt) eines Flüssigkeitsteilchens dm
Die Geschwindigkeitshöhe (HU) ist nach DIN EN ISO 17769-1 derjenige Anteil der Förderhöhe, der die kinetische Energie enthält. In der BERNOULLI-Gleichung (siehe Strömungslehre) wird die Geschwindigkeitshöhe neben der Druckhöhe und der geodätischen Höhe folgendermaßen bestimmt:
v: Durchflussgeschwindigkeit in einem charakteristischen Strömungsquerschnitt in m/s g: Fallbeschleunigung
Zu einem Getriebe gehören bewegliche Verbindungen mit sich drehenden Teilen, um Drehbewegungen zu übertragen oder umzuwandeln (z. B. Zahnradgetriebe, Strömungsgetriebe).
Eine Getriebepumpe ist eine Kreiselpumpe mit ein- oder angebautem Zahnradgetriebe zwischen Pumpenwelle und Antrieb. Eine spezielle Bauform ist die Getriebehochdruckpumpe, die als Hochgeschwindigkeitspumpe zur Erzeugung großer Förderhöhen(öffnet in einem neuen Tab) (bis 1.000 m) bei kleinen Förderströmenund gutem Wirkungsgrad eingesetzt wird. Die für Kreiselpumpen ungewöhnlich hohe Drehzahl von 15.000 min-1 erfordert beim Einsatz normaler Elektromotoren mit 2- oder 4-poliger Ausführung ein Übersetzungsgetriebe. Eine solche Pumpe besitzt ein Pumpengehäuse (Inline-Ausführung), offenesLaufrad mit radialen Schaufeln und Vorsatzläufer, zwei Gleitringdichtungen zur Abdichtung des Fördermediums und Getriebeöls sowie ein radiales und axiales Führungslager für die Sonnenwelle (Mittenwelle) des weiter oben angeordneten Übersetzungsgetriebes (Leistungsverzweigungsgetriebe).
Der auf dem Getriebegehäuse fest angeflanschte Motor trägt auf seinem Wellenende eine Kupplung, die mit dem Ringrad verzahnt ist und seinerseits die Planetenräder des Zahnradgetriebes antreibt. Für ein verschleißarmes Getriebe sind Fertigungsqualität, Schmierung der Lager und Zahnräder sowie die richtige Pflege des Schmiermittels zur Kühlung und Reinigung wichtig. siehe Abb. 1 Getriebepumpe
Die einstufige Prozessbauweise, bei der das gesamte Laufzeug nach oben herausziehbar ist, ermöglicht bei notwendigen Montagen kurze Betriebsausfallzeiten.
Die Inline-Bauart (siehe Inlinepumpe) erfordert nur kleinste Fundamente und bereitet keine Schwierigkeiten bei der Aufstellung. Die Getriebeabstufungen ermöglichen aufgrund des Baukastensystems genügend kleine Drehzahlsprünge. Einer Ausführung des Gehäuses sind meist mehrere Laufraddurchmesser mit zugehöriger Ausführung eines Diffusors zugeordnet. Die Variationsmöglichkeiten wie Veränderung von Eingangsdrehzahl, Getriebeverhältnis, Vorsatzläufer, Diffusorgröße, Laufradgröße und dessen Abdrehdurchmesser ermöglichen es bei den Getriebehochdruckpumpen, jeden benötigtenBetriebspunkt im Kennfeld in Abhängigkeit von den saugseitigen Zulaufverhältnissen wirtschaftlich zu erreichen.
Auf einen Körper mit der Masse (m) wirkt unter der Einwirkung einer Fallbeschleunigung (g) eine Gewichtskraft (FG). Es gilt
Die Einheit der Gewichtskraft ist Newton (N). Die Gewichtskraft einer Masse ist wie die Fallbeschleunigung ortsabhängig. Der Ausdruck Gewicht steht für die entsprechende Masse (m), deren Einheit das Kilogramm (kg) ist.
Die Gewährleistungstoleranz ist die zulässige Abweichung des vom Hersteller garantierten Wertes. Sie entspricht in der Abnahmeregel DIN EN ISO 9906 den Toleranzbereichen am Garantiepunkt, was auch als Abnahmetoleranz bezeichnet wird.
Bei der Gleichgewichtsbedingung in einer Strömung sind die Zustandsgrößen über eine bestimmte Zeit hinweg konstant. Das Gleichgewicht beschreibt den Zustand eines Systems, bei dem sich Zustandsgrößen über eine bestimmte Zeit hinweg nicht wesentlich verändern. Das Gleichgewicht beschreibt in der Regel das "Kräftegleichgewicht".
Der Gleichstrom wird international mit DC (engl. "direct current") abgekürzt und bezeichnet in der theoretischen Elektrotechnik einen elektrischen Strom mit konstanter Stärke und Richtung. Wenn die Schwankungen des Stroms den an die Stromquelle angeschlossenen Verbraucher nicht stören, wird in der Praxis auch Mischstrom mit überwiegendem Gleichanteil als Gleichstrom benannt. siehe Abb. 1 Gleichstrom
Abb. 1 Gleichstrom: Arten des Gleichstroms (oben: reiner Gleichstrom, darunter pulsierender Gleichstrom)
Der Gleichstrom-Flachbahnanlasser ist ein elektrisches Schaltgerät für Gleichstrommotoren, bei dem der Anlassvorgang durch Verändern der ohmschen Widerstände im Anker- und Erregerkreis erfolgt. Bei Gleichstrom-Flachbahnanlassern liegen die Schaltstücke des Stufenschalters in einer Ebene. Sie werden zunehmend durch Stromrichter wie z. B. Thyristoren verdrängt.
Der Gleichstrommotor ist ein Elektromotor, der mit Gleichstrom betrieben wird und aus einem Stator und einem Rotor besteht. Die meisten Gleichstrommotoren werden als Innenläufer ausgeführt.
Bei konventionellen Gleichstrommotoren bestimmen die Ankerwicklung und damit die Windungszahl und Anzahl der Pole sowie die Feldstärke der Feldwicklung das allgemeine Motorverhalten.
Das Gleitlager ist ein im Kreiselpumpenbau häufig verwendetes Element, bei dem ein bewegtes in einem feststehenden Teil gleitet. Es wird zwischen dem Radial-Gleitlager für Radialkräfte (Querkräfte) und Axial-Gleitlager für Axialkräfte (Längskräfte) unterschieden. siehe Abb. 1 Gleitlager
Abb. 1 Gleitlager (schematisch)
Radial-Gleitlager
Beim Radial-Gleitlager ist der bewegte Teil der Zapfen der Achse oder Welle; der feststehende Teil die Lagerschale.
Lagerschale und verschiedene Varianten
a zylindrische Lagerschale siehe Abb. 2a Gleitlager
b Zweiflächenlagerschale mit Zitronenspiel siehe Abb. 2b Gleitlager
c Zweiflächenlagerschale mit radialer Versetzung siehe Abb. 2c Gleitlager
d Dreiflächenlagerschale siehe Abb. 2d Gleitlager
e Drei- und Mehrflächenlagerschale mit Schmiernuten oder -taschensiehe Abb. 2e Gleitlager
f Gummilager siehe Abb. 2f Gleitlager
g Mehrflächenlager mit kippbaren Radialsegmenten siehe Abb. 2g Gleitlager
Abb. 2 Gleitlager: Verschiedene Ausführungen von Lagerschalen (siehe nebenstehende Beschreibung „Lagerschale und verschiedene Varianten“ a bis g)
Die hier angedeutete Vielfalt der möglichen Lagerformvarianten hängt mit der Beherrschung des dynamischen Betriebsverhaltens von Kreiselpumpenrotoren zusammen. Das Schwingungsverhalten gleitgelagerter Rotoren wird im Wesentlichen von derMassedes Rotors, der Massenverteilung, der Biegefestigkeit der Welle sowie von den Federungs- und Dämpfungseigenschaften der Lagerung unter gegebenem Lastfall bestimmt. Durch eine geeignete Gestaltung der Rotorlagerung können beide Arten von Querschwingungen (zwangs- und selbsterregte Schwingung) des Rotors entweder ganz verhindert oder auf einen für den mechanischen Lauf der Maschine zulässigen Wert begrenzt und damit die dynamischen Lagerkennwerte optimiert werden. Die Wahl der Lagerform stellt einen wesentlichen Bestandteil dieser Optimierung dar, weil unterschiedliche Lagerformarten auch unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Durch geeignete Fertigungsmaße der bewegten und feststehenden Funktionsteile und deren gegenseitige Einstellung entsteht ein Lagerspiel, das meist mit einem flüssigen oder konsistenten (fettartigen) Schmierstoff zur Vermeidung von gleitender Reibung versorgt wird. Durch dieses Lagerspiel kann sich in dem vorhandenen Raum bei genügender Umfangsgeschwindigkeit des Lagerzapfens ein tragender Schmierkeil aus dem Schmierstoff formen. Der Schmierkeil trennt die aufeinander gleitenden Teile, sodass das Lager mit Vollschmierung arbeitet. Dieser Vorgang ist typisch für die hydrodynamischen Gleitlager.
Vor- und Nachteile der hydrodynamischen Gleitlager Vorteile:
einfache Fertigung, um Schmiermittel im Betrieb dem Lager drucklos oder mit nur geringem Vordruck zuzuführen
kein oder nur geringer Energieaufwand ist für die Ölversorgungsanlage aufzubringen
Nachteile:
beim An- und Auslauf der Maschine ist keine reine Flüssigkeitsreibung vorhanden, was einen Verschleiß an den Laufflächen zur Folge hat (Mischreibung) siehe Abb. 4 Gleitlager
Eine andere Bauart ist das hydrostatische Gleitlager. Hier wird der flüssige Schmierstoff unter hohem Druck den einzelnen Druckkammern der Lauffläche zugeführt.
Lagerkraftaufnahme aufgrund von Druckunterschieden:
hoher statischer Druck in den Kammern an der belasteten Laufflächenseite (kleines Betriebslagerspiel mit geringer Abnahme des Druckes in der Schmierschicht)
geringer statischer Druck in den Kammern an der entlasteten Laufflächenseite (großes Betriebslagerspiel mit großer Abnahme des Druckes in der Schmierschicht)
Vor- und Nachteile der hydrostatischen Gleitlager:
Vorteil: immer reine Flüssigkeitsreibung auch beim An- und Auslaufen vorhanden, wodurch keine Verschleißgefahr besteht
Vorteil: gegenüber hydrodynamischen Lagern bei gleicher Tragkraft geringere Abmessungen und geringere Reibleistung
Nachteil: aufgrund mehrerer Fertigungsvorgänge sind sie teurer in der Fertigung als hydrodynamische Gleitlager
Nachteil: sie sind teurer im Betrieb, da eine Druckerhöhungsanlage für die Schmierflüssigkeit erforderlich ist und auch die Investitions- und Energiekosten erhöht werden
Die hydrodynamische und -statische Bauart lassen sich kombinieren. So kann durch eine hydrostatische Zusatzschmierung mit hohem Schmiermitteldruck bei Gleitlagern im hydrodynamischen Betrieb die Anfahr- und Auslaufreibung in nicht nach außen durchzogenen Längsnuten vermindert und der Verschleiß vermieden werden. Im normalen Betrieb werden die Zuleitungen geschlossen, damit der hydrodynamische Druck im Schmierspalt erhalten bleibt.
Reibungszustände eines Gleitlagers siehe Abb. 3 Gleitlager
a. Trockenreibung: ohne Trennschicht des Schmiermittels zwischen bewegtem und feststehendem Körper
b. Mischreibung: teilweise Trocken- und Flüssigkeitsreibung
c. Flüssigkeitsreibung: mit einer Trennschicht des Schmiermittels (Optimalzustand)