Viskosität
Die Viskosität ist die Eigenschaft eines Fluids, der gegenseitigen Verschiebung benachbarter Schichten einen Widerstand entgegenzusetzen (innere Reibung). Unterschieden wird zwischen der dynamischen und kinematischen Viskosität. Die physikalische Definition geht aus dem NEWTONschen Schubspannungsansatz hervor (NEWTONsche Flüssigkeit).

Die Fließkurve im Diagramm zur Schubspannung (τ= f(∂vx/∂y)) siehe Abb. 1 Stoffförderung ist danach eine Ursprungsgerade. Alle anderen Kurvenverläufe kennzeichnen nicht-NEWTONsche Flüssigkeiten, die in das Gebiet der Stoffförderung gehören und deren Wirkung auf den Betrieb von Kreiselpumpen sich nicht mittels der entsprechender Verfahren umrechnen lässt.
In der Praxis ist es allerdings üblich, das Viskosität-Dichte-Verhältnis (kinematische Viskosität) anzugeben.

Die SI-Einheit der dynamischen Viskosität ist Ns/m2 = Pas, die SI-Einheit der kinematischen Viskosität ist m²/s.
Der Name "dynamische Viskosität" leitet sich von griechisch "dynamis", die Kraft ab, da in der SI-Einheit eine Krafteinheit (N) enthalten ist. Hingegen enthält die kinematische Viskosität in der SI-Einheit nur kinematische Größen für Länge (m) und Zeit (s).
Die Abhängigkeit der kinematischen Viskosität ν von der Temperatur t lässt sich sowohl für Wasser siehe im Anhang unter Dampfdruck siehe Abb. 1 Dampfdruck als auch für Mineralöldestillate darstellen, wobei die Teilung der Koordinatenachsen derart gewählt ist, dass gerade Linien entstehen. siehe Abb. 1 Viskosität

Abb. 1 Viskosität: Kinematische Viskosität ν verschiedener Mineralöle als Funktion der Temperatur t
Mit steigender Temperatur werden fast alle Flüssigkeiten dünnflüssiger, ihre Viskosität nimmt ab.
siehe Abb. 2 Viskosität
siehe Abb. 2 Viskosität
