
Nachhaltigkeitsziele: Wo steht KSB?
2019 hat KSB Nachhaltigkeitsziele beschlossen, die bis 2025 erreicht sein sollen – von weniger CO₂-Emissionen über mehr Weiterbildung bis hin zu höherer Arbeitssicherheit. Jetzt ist Zeit, Bilanz zu ziehen und neue Vorhaben zu definieren: Was hat KSB erreicht, wo muss es nachbessern – und wie sehen die neuen Ziele für 2030 aus?
Nachhaltigkeitsziele: Wo steht KSB?

Ziel erreicht: Senkung der direkten und energiebezogenen indirekten Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2018.
Eines der wichtigsten Umweltziele aus dem Jahr 2019(öffnet in einem neuen Tab): Die globalen CO₂-Emissionen der KSB-Werke sollten im Vergleich zu 2018 um 30 Prozent sinken. Dieses Ziel hat KSB erreicht – und zwar vorzeitig. Schon 2024 waren die Emissionen um 38 Prozent gefallen. Daher hat KSB neue Klimaziele definiert und diese weitreichender gefasst. Gegenüber dem neuen Basisjahr 2024 sollen die Emissionen, die direkt im eigenen Betrieb oder durch die Nutzung eingekaufter Energie entstehen, bis 2030 um 25,2 Prozent zurückgehen. In diese Berechnung werden nun auch weitere Emissionsquellen wie die Fahrzeugflotte einbezogen. Hier ist KSB schon auf dem richtigen Weg: 2025 lagen diese Emissionen bereits rund 24 Prozent unter dem Wert von 2024.
Neu hinzugekommen ist außerdem ein Ziel für indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, die bei Lieferanten entstehen oder beim Betrieb verkaufter Pumpen und Armaturen beim Kunden – sogenannte Scope-3-Emissionen. Sie sollen gegenüber 2024 bis 2030 um 15 Prozent sinken. Hier geht die Entwicklung noch in die entgegengesetzte Richtung: 2025 lagen die erfassten Scope-3-Emissionen rund vier Prozent über dem Basiswert von 2024. Der Grund dafür sind vor allem angestiegene Pumpenverkäufe.
Zusätzlich hat KSB weitere Ziele formuliert: Verkaufte Wasserpumpen sollen durch effizientes Design und Beratung der Kunden bis 2030 jährlich mindestens 26 Gigawattstunden Energie einsparen. Ein Beispiel für eine energieeffiziente Pumpe ist die 2025 vorgestellte MultiTec Plus mit einem konkurrenzlos hohen Wirkungsgrad von mehr als 83 Prozent*. Für 2025 konnte KSB bisher 1,28 Gigawattstunden Energie ausweisen, die auf diese Weise eingespart wurden. Zudem sollen die von KSB verkauften Kraftwerkspumpen Emissionen in der Nutzungsphase um 40 Prozent reduzieren.
* Bei Abnahmeklasse 1U nach ISO 9906
Mitarbeiter: Fördern und Arbeitsbedingungen verbessern

Infografik der Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter bei KSB: Sie stiegen von 14 (2019) auf 26 (2025).
KSB setzt beim Wohlbefinden der Mitarbeiter unter anderem auf Weiterbildung, die berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und Chancengleichheit fördert. 2019 absolvierte ein KSB-Mitarbeiter im Durchschnitt 13,6 Weiterbildungsstunden pro Jahr. Ziel waren mindestens 30 Stunden bis 2025. Mit durchschnittlich 26 Stunden in den Jahren 2024 und 2025 wurde die Marke knapp verfehlt. Bis 2030 sollen nun mehr als 32 Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter und Jahr erreicht werden.
Auch die Bindung und Zufriedenheit der Beschäftigten misst KSB über einen Engagement-Wert aus Mitarbeiterbefragungen. Dieser stieg von 57 Prozent im Jahr 2019 auf 65 Prozent 2022 und 77 Prozent 2024. Das für 2025 gesetzte Ziel von 80 Prozent wurde damit noch nicht erreicht. Da die Befragung alle zwei Jahre stattfindet, liegen für 2025 keine Daten vor; die nächste Erhebung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
KSB will außerdem den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. 2025 lag er über alle Managementpositionen hinweg bei 14 Prozent. Bis 2030 sollen Frauen mindestens 15 Prozent des Executive Managements, 18 Prozent auf der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsleitung und insgesamt 15 Prozent des Managements ausmachen. Unterstützt werden soll dies durch ein internationales Frauennetzwerk sowie gezielte Rekrutierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.
Beim Arbeitsschutz hatte KSB das Ziel, die unfallbedingten Ausfalltage bis 2025 auf weniger als 0,3 Tage pro Mitarbeiter und Jahr zu reduzieren. Mit 0,23 Tagen wurde dieses Ziel erreicht. Künftig nutzt KSB die Lost Time Injury Rate (LTIR), die Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden erfasst. 2025 lag sie bei 9,91; Ziel sind höchstens 7.
Lieferkette: Nachhaltigkeitsrisiken gezielter erkennen

Ziel erreicht: Anzahl der auf Nachhaltigkeitsrisiken geprüften Zulieferer
Die Lieferkette ist für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens wichtig, weil ein großer Teil seiner Auswirkungen auf Umwelt und Menschen bereits bei Zulieferern entsteht – etwa durch Umweltverschmutzung, Energieverbrauch oder Menschenrechtsrisiken. Eines der Ziele von 2019 war daher, bei 90 Prozent der wichtigsten regionalen und globalen Lieferanten zu prüfen, ob mögliche Nachhaltigkeitsrisiken bestehen. 2024 wurden 100 Prozent in einer allgemeinen Risikoanalyse erfasst.
Für 2030 formulierte KSB die Zielsetzung genauer, um den rechtlichen und formalen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entsprechen. Das neue Ziel ist besser messbar: Pro Jahr sollen 400 bestehende Lieferanten auf mögliche Risiken bei Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsthemen überprüft werden. 2025 wurden bereits 196 Lieferanten bewertet. Damit ist knapp die Hälfte des jährlichen Zielwerts erreicht.
Zusätzlich verfolgt KSB weitere Ziele beim Thema Lieferkette: Beschäftigte mit wesentlichem Lieferantenkontakt sollen regelmäßig zu Nachhaltigkeitsthemen geschult werden, um sicherzustellen, dass neue Lieferanten die Nachhaltigkeitskriterien von KSB erfüllen und Bestellungen auf Grundlage des KSB-Verhaltenskodex erfolgen. Ende 2025 waren für den Zeitraum 2023 bis 2025 insgesamt 191 von 1120 betroffenen Mitarbeitern geschult – rund 17 Prozent. Das langfristige Ziel sieht vor, dass alle Beschäftigten mit wesentlichem Lieferantenkontakt innerhalb eines Dreijahreszyklus eine entsprechende Schulung erhalten.






