Luftaufnahme der Berglandschaft mit Wald und kristallblauem Fluss im Nationalpark Jotunheimen
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Nachhaltigkeitsziele: Wo steht KSB?

 

2019 hat KSB Nachhaltigkeitsziele beschlossen, die bis 2025 erreicht sein sollen – von weniger CO₂-Emissionen über mehr Weiterbildung bis hin zu höherer Arbeitssicherheit. Jetzt ist Zeit, Bilanz zu ziehen und neue Vorhaben zu definieren: Was hat KSB erreicht, wo muss es nachbessern – und wie sehen die neuen Ziele für 2030 aus?

Nachhaltigkeitsziele: Wo steht KSB?

Infografik der direkten Emissionen von KSB als Balkendiagramm: Von 2019 bis 2024 sinken sie auf 62 % des Basisjahrs 2018.

Ziel erreicht: Senkung der direkten und energiebezogenen indirekten Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2018.

Eines der wichtigsten Umweltziele aus dem Jahr 2019(öffnet in einem neuen Tab): Die globalen CO₂-Emissionen der KSB-Werke sollten im Vergleich zu 2018 um 30 Prozent sinken. Dieses Ziel hat KSB erreicht – und zwar vorzeitig. Schon 2024 waren die Emissionen um 38 Prozent gefallen. Daher hat KSB neue Klimaziele definiert und diese weitreichender gefasst. Gegenüber dem neuen Basisjahr 2024 sollen die Emissionen, die direkt im eigenen Betrieb oder durch die Nutzung eingekaufter Energie entstehen, bis 2030 um 25,2 Prozent zurückgehen. In diese Berechnung werden nun auch weitere Emissionsquellen wie die Fahrzeugflotte einbezogen. Hier ist KSB schon auf dem richtigen Weg: 2025 lagen diese Emissionen bereits rund 24 Prozent unter dem Wert von 2024.
Neu hinzugekommen ist außerdem ein Ziel für indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, die bei Lieferanten entstehen oder beim Betrieb verkaufter Pumpen und Armaturen beim Kunden – sogenannte Scope-3-Emissionen. Sie sollen gegenüber 2024 bis 2030 um 15 Prozent sinken. Hier geht die Entwicklung noch in die entgegengesetzte Richtung: 2025 lagen die erfassten Scope-3-Emissionen rund vier Prozent über dem Basiswert von 2024. Der Grund dafür sind vor allem angestiegene Pumpenverkäufe.
Zusätzlich hat KSB weitere Ziele formuliert: Verkaufte Wasserpumpen sollen durch effizientes Design und Beratung der Kunden bis 2030 jährlich mindestens 26 Gigawattstunden Energie einsparen. Ein Beispiel für eine energieeffiziente Pumpe ist die 2025 vorgestellte MultiTec Plus mit einem konkurrenzlos hohen Wirkungsgrad von mehr als 83 Prozent*. Für 2025 konnte KSB bisher 1,28 Gigawattstunden Energie ausweisen, die auf diese Weise eingespart wurden. Zudem sollen die von KSB verkauften Kraftwerkspumpen Emissionen in der Nutzungsphase um 40 Prozent reduzieren.
* Bei Abnahmeklasse 1U nach ISO 9906
Biomasse-Heizanlage in der KSB-Heizzentrale in Frankenthal mit sichtbarer Flamme im Brennraum

Klimafreundliche Energieversorgung

Ein anschauliches Beispiel, wie KSB seine Treibhausgasemissionen senkt, ist die Wärmeversorgung am Standort Frankenthal. Dort nutzt das Unternehmen seit 2023 alte Holzkisten und beschädigte Paletten als Brennstoff. Über ein Nahwärmenetz gelangt die erzeugte Wärme unter anderem in Produktionshallen und Büros, zur Warmwasserbereitung sowie zur Trocknung in Lackieranlagen. Auf diese Weise erzeugt KSB jährlich rund 3,7 Millionen Kilowattstunden Wärme aus Altholz und vermeidet dadurch nach Unternehmensberechnungen etwa 900 Tonnen CO₂-Emissionen.
Auch an weiteren Standorten erhöht KSB den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung. In Halle trägt bereits eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung bei. Weitere Anlagen entstehen in Pegnitz. Auch für neue Gebäude zur Erweiterung der Eta-Produktion in Frankenthal sind Solaranlagen auf den Dächern vorgesehen. Zusätzlich stellt KSB deutsche Standorte vollständig auf Grünstrom um. Weltweit wird der Anteil erneuerbarer Elektrizität an allen Standorten erhöht.

Mitarbeiter: Fördern und Arbeitsbedingungen verbessern

Noch ausbaufähig: Anzahl der durchschnittlichen Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter und Jahr

Infografik der Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter bei KSB: Sie stiegen von 14 (2019) auf 26 (2025).

KSB setzt beim Wohlbefinden der Mitarbeiter unter anderem auf Weiterbildung, die berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und Chancengleichheit fördert. 2019 absolvierte ein KSB-Mitarbeiter im Durchschnitt 13,6 Weiterbildungsstunden pro Jahr. Ziel waren mindestens 30 Stunden bis 2025. Mit durchschnittlich 26 Stunden in den Jahren 2024 und 2025 wurde die Marke knapp verfehlt. Bis 2030 sollen nun mehr als 32 Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter und Jahr erreicht werden.
Auch die Bindung und Zufriedenheit der Beschäftigten misst KSB über einen Engagement-Wert aus Mitarbeiterbefragungen. Dieser stieg von 57 Prozent im Jahr 2019 auf 65 Prozent 2022 und 77 Prozent 2024. Das für 2025 gesetzte Ziel von 80 Prozent wurde damit noch nicht erreicht. Da die Befragung alle zwei Jahre stattfindet, liegen für 2025 keine Daten vor; die nächste Erhebung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
KSB will außerdem den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. 2025 lag er über alle Managementpositionen hinweg bei 14 Prozent. Bis 2030 sollen Frauen mindestens 15 Prozent des Executive Managements, 18 Prozent auf der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsleitung und insgesamt 15 Prozent des Managements ausmachen. Unterstützt werden soll dies durch ein internationales Frauennetzwerk sowie gezielte Rekrutierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.
Beim Arbeitsschutz hatte KSB das Ziel, die unfallbedingten Ausfalltage bis 2025 auf weniger als 0,3 Tage pro Mitarbeiter und Jahr zu reduzieren. Mit 0,23 Tagen wurde dieses Ziel erreicht. Künftig nutzt KSB die Lost Time Injury Rate (LTIR), die Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden erfasst. 2025 lag sie bei 9,91; Ziel sind höchstens 7.
Mehrere KSB-Mitarbeitende bei einer Schulungs- und Weiterbildungseinheit mit Trainingsunterlagen in einem Seminarraum.

Lernen für mehr Chancengleichheit

Einen wichtigen Beitrag zu den sozialen Nachhaltigkeitszielen von KSB leistet die KSB SupremeServ Academy. Sie bündelt die technische Aus- und Weiterbildung des Unternehmens weltweit und unterstützt damit das Ziel, bis 2030 zu den Top 25 Prozent der Unternehmen im Bereich Weiterbildung zu gehören. Unter dem Motto „Lernen mit Leidenschaft“ verbindet die Academy fachliche Qualifizierung mit praxisnahen Lernformaten. An zehn Standorten werden Mitarbeiter und Kunden zu Themen geschult, die von klassischer Pumpentechnik bis zu digitalen Produkten und Diagnoseverfahren reichen. In Werkstätten und Versuchsanlagen können die Teilnehmer direkt an Pumpen arbeiten, Fehler simulieren und ihr Wissen praktisch anwenden. Ergänzt werden die Präsenzangebote durch digitale und hybride Formate sowie individuell zusammengestellte Lerneinheiten und Wissenstests. So hilft sie KSB dabei, Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern und mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Lieferkette: Nachhaltigkeitsrisiken gezielter erkennen

Infografik des Anteils der auf Nachhaltigkeitsrisiken geprüften Zulieferer: Er steigt von 50 % (2020) auf 100 % (2024).

Ziel erreicht: Anzahl der auf Nachhaltigkeitsrisiken geprüften Zulieferer

Die Lieferkette ist für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens wichtig, weil ein großer Teil seiner Auswirkungen auf Umwelt und Menschen bereits bei Zulieferern entsteht – etwa durch Umweltverschmutzung, Energieverbrauch oder Menschenrechtsrisiken. Eines der Ziele von 2019 war daher, bei 90 Prozent der wichtigsten regionalen und globalen Lieferanten zu prüfen, ob mögliche Nachhaltigkeitsrisiken bestehen. 2024 wurden 100 Prozent in einer allgemeinen Risikoanalyse erfasst.
Für 2030 formulierte KSB die Zielsetzung genauer, um den rechtlichen und formalen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entsprechen. Das neue Ziel ist besser messbar: Pro Jahr sollen 400 bestehende Lieferanten auf mögliche Risiken bei Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsthemen überprüft werden. 2025 wurden bereits 196 Lieferanten bewertet. Damit ist knapp die Hälfte des jährlichen Zielwerts erreicht.
Zusätzlich verfolgt KSB weitere Ziele beim Thema Lieferkette: Beschäftigte mit wesentlichem Lieferantenkontakt sollen regelmäßig zu Nachhaltigkeitsthemen geschult werden, um sicherzustellen, dass neue Lieferanten die Nachhaltigkeitskriterien von KSB erfüllen und Bestellungen auf Grundlage des KSB-Verhaltenskodex erfolgen. Ende 2025 waren für den Zeitraum 2023 bis 2025 insgesamt 191 von 1120 betroffenen Mitarbeitern geschult – rund 17 Prozent. Das langfristige Ziel sieht vor, dass alle Beschäftigten mit wesentlichem Lieferantenkontakt innerhalb eines Dreijahreszyklus eine entsprechende Schulung erhalten.

Die Nachhaltigkeitsziele für 2030 auf einen Blick

Icon zu KSB-Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Umwelt, Lieferkette und Mitarbeiter mit konkreten Zielwerten bis 2030

Umwelt

KSB verringert seine Treibhausgasemissionen um mehr als 25,2 Prozent (Scope 1 & 2) und 15 Prozent (wesentliche Scope 3-Kategorien) auf der Basis von 2024.
Der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch bei KSB beträgt mehr als 80 Prozent.
Die von KSB verkauften Wasserpumpen sparen jährlich mindestens 26 Gigawattstunden Energie ein.
Die verkauften Kraftwerkspumpen von KSB reduzieren die Treibhausgasemissionen im Betrieb um 40 Prozent auf der Basis von 2024.
Icon zu KSB-Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Umwelt, Lieferkette und Mitarbeiter mit konkreten Zielwerten bis 2030

Lieferkette

KSB bewertet jährlich potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken von mehr als 400 aktuellen Lieferanten.
Neue Lieferanten von KSB erfüllen die Nachhaltigkeitsstandards von KSB.
Allen KSB-Bestellungen liegt der KSB-Verhaltenskodex oder ein vergleichbarer Kodex zugrunde.
Alle KSB-Mitarbeiter mit wesentlichem Kontakt zu Lieferanten nehmen alle drei Jahre an einem Training zu Nachhaltigkeitsthemen teil.
Icon zu KSB-Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Umwelt, Lieferkette und Mitarbeiter mit konkreten Zielwerten bis 2030

Mitarbeiter

Frauen stellen mindestens 15 Prozent der Führungskräfte in der ersten Ebene und mindestens 18 Prozent in der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsleitung. Der Gesamtanteil bei allen Managementpositionen liegt konzernweit bei mindestens 15 Prozent.
KSB gehört zu den führenden Unternehmen bei der Weiterbildung: Jeder Mitarbeiter absolviert im Schnitt mehr als 32 Stunden Training pro Jahr.
Die Quote der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit pro einer Million Arbeitsstunden liegt unter sieben (Lost Time Injury Rate).
Der Mitarbeiter-Engagement-Index liegt bei mehr als 75 Prozent.

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