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Q

Quecksilberpumpe

Die Quecksilberpumpe fördert Quecksilber aus der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Quecksilberverfahren. Ein dabei über den Zellenboden der Elektrolyse fließender Quecksilberstrom dient als Kathode. An ihr bildet sich aus dem Quecksilber Amalgam, das in dem Zersetzer als Sekundärzelle unter Bildung von Lauge und Wasserstoff in Quecksilber umgewandelt und mithilfe der Quecksilberpumpe wieder der Elektrolyse zugeführt wird. 

Die Quecksilberpumpe ist eine meist vertikale, trocken aufgestellte Kreiselpumpe, die seitlich an der Elektrolysezelle oder am Zersetzer angebaut ist. Sie ist so angeordnet, dass der Quecksilberspiegel über dem oben liegenden Laufradeintritt möglichst niedrig gehalten werden kann. Die Pumpenwelle mit einem fliegend angeordneten Laufrad ist in fettgeschmierten Wälzlagern eingebettet und für den unkritischen Betrieb ausgelegt. Die Wellendichtung ist nicht förderflüssigkeitsberührt und wird als Packungsstopfbuchse mit ausreichendem Abstand über dem Quecksilberspiegel im Tragrohr angeordnet. Sie ist oft mit Sperrwasser beaufschlagt und hat sowohl das Austreten von mit Quecksilber verunreinigtem Wasser als auch das Eindringen von Schmutz zu verhindern.
Die Verwendung von doppeltwirkenden, sperrwasserbeaufschlagten Gleitringdichtungen vermeidet jegliche Quecksilberleckage an der Wellendichtung. Der Einsatz völlig wellendichtungsloser Spaltrohrmotorpumpen garantiert einen leckagefreien Betrieb. siehe Abb. 1 Quecksilberpumpe

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Quench

Quench ist die Bezeichnung für das Beaufschlagen der atmosphärenseitigen Flächen einer Gleitringdichtung mit einem drucklosen Fremdmedium. Der Flüssigkeitsquench kann nachstehende Aufgaben übernehmen: 

  • Aufnahme/Abfuhr der Dichtungsleckage 
  • Überwachung der Gleitringdichtungs-Leckage 
  • Schmierung/Kühlung der Reserve-Dichtung 
  • Luftabschluss: verhindert Reaktion der Leckage mit der Atmosphäre (z. B. Auskristallisation der Leckage) 
  • Trockenlaufschutz 

Die Abdichtung des Quenchmediums erfolgt durch Drosselbuchsen, Vorstopfbuchsen, Radialwellendichtringe oder Gleitringdichtungen (siehe auch Wellendichtungen).
siehe Abb. 11 Wellendichtung

Querstrahler

Ein Querstrahler wird bei langsamer Fahrt als Manövrierhilfe auf Schiffen eingesetzt, um bspw. unabhängig von der Schlepperhilfe zu sein. Sie sind besonders nützlich bei Wendemanövern in engen Hafenbecken, bei Kanalfahrten sowie beim An- und Ablegen. siehe Abb. 1 Querstrahler

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Die Querstrahler sind Propellerpumpen, die aufgrund ihres Einbaus im Bug auch als Bugstrahlruder bezeichnet werden. 

Große Schiffe haben vielfach zwei Querstrahler hintereinander, da ein einzelner leistungsgleicher Querstrahler einen zu großen Durchmesser hätte .Bei einigen Spezialschiffen kann zusätzlich auch ein Heckstrahler vorhanden sein. 

Zum Manövrieren fördert der Propeller einen Wasserstrom durch den Quertunnel entweder in Richtung Back- oder Steuerbord. Dadurch entsteht eine Reaktionskraft, die das Schiff entgegen der Durchströmrichtung schiebt. 

Ein Wechsel der Stromrichtung kann durch Änderung der Propellerdrehrichtung mithilfe einer Motorumschaltung oder unter Beibehaltung der Drehrichtung mit einem Verstellpropeller bewirkt werden (siehe Laufschaufelverstellung).