Mit der Hochleistungsbeschichtung NoriResist versehene Pumpenbauteile (©KSB SE & Co. KGaA)

Hochleistungsbeschichtung steigert Standzeit von Pumpen

Mit der Hochleistungsbeschichtung NoriResist präsentiert die KSB Gruppe eine weltweit neuartige, kohlenstoffbasierte Oberflächentechnologie für Pumpen und Armaturen.
Diese erhöht die Standzeit und die Effizienz sowie die Nachhaltigkeit moderner Pumpensysteme deutlich. Eine enge Kooperation zwischen Forschung, Anwendungstechnik und Praxispartnern bildete die Grundlage für die Entwicklung. Die neue Beschichtung zielt in erster Linie auf die Einsätze in der Abwasser- und Verfahrenstechnik.
NoriResist ist eine diamantartige Kohlenstoffbeschichtung, die auf strömungsführende Bauteile wie Laufräder, Schleißwände, Druckdeckel sowie Spalt- und Laufringe aufgebracht wird. Auch Pumpengehäuse in Blockbauweise lassen sich beschichten. Als Grundwerkstoffe eignen sich sowohl Grauguss, Sphäroguss und Stahlwerkstoffe. Darüber hinaus ist die Beschichtung auch für weitere Bauteile und sogar für ausgewählte Kunststoffkomponenten geeignet.
Mit einer Härte von 4.000 bis 8.000 HV (40–80 GPa) bietet NoriResist einen hohen Widerstand gegen abrasiven Verschleiß, insbesondere bei sandhaltigen Medien. Der Schichtauftrag erfolgt im Mikrometerbereich, sodass das Bauteilgewicht, die Maßhaltigkeit und die hydraulischen Konturen praktisch unverändert bleiben. Ein Nachwuchten der Laufräder nach dem Beschichten ist deshalb nicht erforderlich. Die geringe Beschichtungstemperatur verhindert einen Bauteilverzug oder Gefügeänderungen.
Zahlreiche Feldversuche in stark belasteten Abwasseranwendungen bestätigten die hohe Leistungsfähigkeit der Neuentwicklung. Während konventionelle Beschichtungen bereits nach kurzer Betriebsdauer deutliche Verschleißspuren und Wirkungsgradverluste zeigten, blieb die Oberflächenqualität der beschichteten Bauteile auch nach mehreren Tausend Betriebsstunden nahezu unverändert. Die Pumpen arbeiteten über lange Zeiträume mit konstantem hydraulischem Wirkungsgrad.
Ein entscheidender Vorteil ist die hohe Konturtreue der beschichteten Bauteile. Schaufelkanten bleiben länger scharf ausgebildet. Dadurch lassen sich Abrissverluste und Effizienzeinbußen deutlich reduzieren. In der Praxis lässt sich so eine bis zu dreifach höhere Standzeit gegenüber unbeschichteten oder klassisch beschichteten Komponenten erzielen.
Außerdem zeichnet sich die beschichtete Oberfläche durch einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten aus und kann Anhaftungen und Ablagerungen reduzieren. Das trägt besonders in medienbelasteten Anwendungen zur Betriebssicherheit bei. Die chemisch inerte Beschichtung ist zudem beständig gegenüber einer Vielzahl aggressiver Inhaltsstoffe und ist thermisch stabil bis etwa 500 °C.
Die kohlenstoffbasierte Beschichtung ist umweltverträglich und recycelbar. Das trägt neben den technischen Vorteilen auch zu einem messbaren Beitrag für den Umweltschutz bei. Die bei konventionellen Beschichtungslösungen freigesetzten Kunststoff- oder Schwermetallpartikel fallen nicht an. Gleichzeitig sinken durch verlängerte Wartungsintervalle und einem reduzierten Ersatzteilbedarf der Ressourcenverbrauch und die Lebenszykluskosten der Pumpen.