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Großaufnahme eines Stromzählers
7 min Lesezeit

Wie sich dank eines Energiemanagements gemäß ISO 50001 systematisch die Energieeffizienz steigern lässt.

Mit einem Energiemanagement gemäß ISO 50001 steigern Sie systematisch die Energieeffizienz Ihrer Pumpen. Doch was ist Energiemanagement eigentlich genau? Was ist ein Energiemanagementsystem? Und wie sieht ein ISO 50001-Zertifizierungsablauf aus? Erfahren Sie mehr!

Mit einem Energiemanagement gemäß ISO 50001 steigern Sie systematisch die Energieeffizienz Ihrer Pumpen. Doch was ist Energiemanagement eigentlich genau? Was ist ein Energiemanagementsystem? Und wie sieht ein ISO 50001-Zertifizierungsablauf aus? Erfahren Sie mehr!

Viele Pumpen laufen rund um die Uhr – und verursachen dadurch einen enorm hohen industriellen Energiebedarf. Schätzungen zufolge lässt sich rund ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in der Industrie auf den Betrieb von Pumpen zurückführen. 

In Zeiten kontinuierlich steigender Energiekosten und des ökologischen Wandels hin zu mehr Klimaneutralität und weniger CO2-Ausstoß bemühen sich immer mehr Betreiber um einen möglichst effizienten Pumpenbetrieb. Ein geeignetes Mittel dafür sind Energiemanagementsysteme: Mit deren Hilfe lassen sich vorhandenen Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung von Kosten und Treibhausgas-Emissionen ermitteln und dokumentieren.

Was ist Energiemanagement

Die Richtlinie VDI 4602 Blatt 1 definiert den Begriff des Energiemanagements (EnM) als „vorausschauende, organisierte und systematische Koordinierung von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Zielsetzungen“.

Energiemanagement lohnt sich!

Mit einem Energiemanagementsystem sparen Unternehmen nicht nur Energiekosten und handeln umweltbewusst – auch der Staat honoriert das Engagement von Unternehmen zur Senkung ihres Energieverbrauchs auf unterschiedlichste Weise. So gibt es neben dem Spitzenausgleich nach Energie- und Stromsteuergesetz, auch die „Besondere Ausgleichsregelung (BesAR)“ nach § 63 ff EEG 2017 (Erneuerbare Energien Gesetz) sowie weitere, gezielte Fördermöglichkeiten. Basis einer energieeffizienten Optimierung ist die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001.

Konferenztisch auf dem schriftliche Berechnungen und ein Tablet liegen

KSB ermittelt und dokumentiert Ihre Potenziale zur Energieeffizienzsteigerung.

Was ist ein Energiemanagementsystem?

Als Energiemanagementsystem bezeichnet man ein System, das systematisch Energieströme erfasst. Auf diese Weise liefern Energiemanagementsysteme eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Investitionen. Ein Energiemanagementsystem schafft die Voraussetzungen, dass ein Unternehmen die von der Energiepolitik vorgeschriebenen Richtlinien einhält und seine energetische Leistung kontinuierlich verbessert. Die bei der Zertifizierung getroffenen Empfehlungen sind aber nur der erste Schritt.

Internationale Energiemanagementnorm ISO 50001

Im Juni 2011 wurde mit der ISO 50001 erstmalig ein internationaler Standard für Energiemanagementsysteme aufgestellt. ISO 50001 ist eine klassische Managementsystemnorm, die branchenunabhängig in Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen angewendet wird. Es ist jedoch Aufgabe jedes Unternehmens, die Vielfalt an Ausgestaltungsoptionen eines Energiemanagementsystems, wie es in der ISO 50001 beschrieben ist, angemessenen auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden.

ISO 50001 wurde so konzipiert, dass sie sich mit anderen Managementsystemen verbinden lässt – vor allem im Bereich des Qualitäts- und Umweltmanagements. So basiert sie – wie auch die DIN EN ISO 9001 oder die DIN EN ISO 14001 und EMAS – auf dem Plan-Do-Check-Act-Kreislauf (PDCA-Zyklus).

Der PDCA-Zyklus: Schritt für Schritt zum Energiemanagementsystem nach ISO 50001

PDCA (oder auch: Deming-Kreislauf) ist ein Problemlösungsprozess aus der Qualitätssicherung, der auf vier Schritten basiert:


Plan: In diesem ersten Schritt führen Sie zunächst eine umfassende energetische Bewertung Ihres Unternehmens durch. Sammeln Sie dafür zunächst alle relevanten Daten. Hierzu zählen neben den Zahlen zum bisherigen und aktuellen Energieverbrauch auch alle Faktoren, die den Energieeinsatz und -verbrauch Ihres Unternehmens beeinflussen. Analysieren Sie diese Daten anschließend, und ermitteln Sie so die Bereiche mit dem wesentlichen Energieverbrauch. Identifizieren Sie anschließend die Möglichkeiten zu Optimierung der energiebezogenen Leistung. Am Ende dieses ersten Schrittes kennen Sie Ihre energetische Ausgangsbasis und ihre Energieleistungskennzahlen und haben Ihre strategischen und operativen Ziele festgelegt.


Do: Erarbeiten Sie in diesem Schritt konkrete Aktions- und Maßnahmenpläne. Beziehen Sie dabei Ihre Mitarbeiter unbedingt mit ein. Dabei genügt es nicht, sie nur für das Thema Energiemanagement zu sensibilisieren. Ihre Mitarbeiter müssen ausführlich informiert und eingebunden werden. Denn schließlich sind sie es, die die geänderten Prozesse in Ihrem Unternehmen später umsetzen müssen. Außerdem kennen Ihre Mitarbeiter ihre Prozesse am besten. Sie können Ihnen also wertvolle Impulse für die Optimierung liefern.


Check: Überprüfen Sie, ob die geplanten Maßnahmen auch eingehalten und die gesteckten Ziele erreicht werden. Dies erfordert von Ihnen, dass Sie Ihre Energieverbräuche auch weiterhin messen und überwachen. Identifizieren Sie eventuelle Korrekturmöglichkeiten, falls manche Prozesse nicht wie geplant laufen. Idealerweise entwickeln Sie Maßnahmen zur Vorbeugung, damit es gar nicht erst so weit kommt. Letztendlich sollten Sie alles transparent dokumentieren und regelmäßige, interne Audits zur Überprüfung der Systemabläufe implementieren.


Act: In der letzten Phase sollten Sie den gesamten Prozess reflektieren. Erstellen Sie dafür eine Analyse des Ist-Zustands und vergleichen Sie ihn anschließend mit dem Soll-Zustand. Haben Sie die gesteckten Ziele erreicht, sollten Sie das Ergebnis standardisieren und einführen. Wird festgestellt, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht wurden, wird der PDCA-Zyklus erneut durchlaufen. 


Um den Energieverbrauch von Pumpen dauerhaft und vor allem nachhaltig – auch im Sinne der Ökobilanz – zu optimieren, unterstützt KSB seine Kunden bei der Durchführung des PDCA-Zyklus im Bereich von Pumpensystemen.

Visualisierung des PDCA-Zyklus

Der PDCA-Zyklus ist ein Problemlösungsprozess aus der Qualitätssicherung, der auf vier Schritten basiert: Plan, Do, Check und Act. 

Wie sieht ein ISO 50001-Zertifizierungsablauf aus?

Unabhängig vom Zertifizierungsverfahren, können Sie als Unternehmen ein Vor-Audit von der Zertifizierungsorganisation durchführen lassen. Das Vor-Audit ist optional und hilft Unternehmen dabei, festzustellen, welche Anforderungen der ISO 50001 bereits umgesetzt sind. 


Nach dem optionalen Vor-Audit wird das eigentliche Zertifizierungsaudit durchgeführt. Dies erfolgt in zwei Schritten. Beim Zertifizierungs-Audit I überprüft der Auditor die Dokumentation Ihres Energiemanagementsystems und beurteilt Ihren Standort. Beim Zertifizierungs-Audit II (, das spätestens drei Monate nach Audit I erfolgen sollte) prüft der Auditor die Wirksamkeit des Energiemanagementsystems sowie dessen Konformität mit den Normforderungen der ISO 50001. Er führt Mitarbeitergespräche, begeht Produktionsstätten und ähnliches. Auch wird die Dokumentation des Energiemanagementsystems abermals geprüft. Erfüllt das geprüfte Energiemanagementsystem die Anforderungen empfehlen die Auditoren die Zertifikatserteilung.


Ein erteiltes ISO 50001-Zertifikat ist drei Jahre gültig. Um die ISO-Zertifizierung zu behalten, sind jedes Jahr Überwachungsaudits nötig.

Elektro-Installateur montiert einen Stromzähler

Der Einbau eines Energiesparzählers ist nur einer der Schritte auf dem Weg zu einer besseren Energieeffizienz.

Fazit

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem bildet eine gute Grundlage für die systematische Analyse, Bewertung und Umsetzung von Energieeinsparpotenzialen – und damit auch für das Erreichen selbst gesteckter Ziele hinsichtlich Umweltschutz und CO2-Ausstoß.

Die Umsetzung liegt aber in der Verantwortung des Unternehmens. Der Managementprozess erleichtert zwar die Einbindung der Thematik in die Unternehmensstrategie, ersetzt aber nicht die Entwicklung und Implementierung eines eigenen Fahrplans zur Umsetzung.

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