Eine perfekte Auswahl von KSB-Pumpen für die Wasserversorgungsleitung und die Kläranlagen
In den Orten Tavira, Alcantrilha (mit Aufbereitungsanlagen in der Nähe) und Vilamoura befinden sich drei große Pumpenstationen, die mit diversen Pumpen von KSB für unterschiedlichste Versorgungsanwendungen ausgerüstet wurden. Die Hauptanlage im östlich gelegenen Tavira kann 2,2 m³/s Trinkwasser aufbereiten und eine weitere Station liefert 0,5 m³/s. Die Hauptanlage in Alcantrilha im Westen der Region hat eine Aufbereitungsleistung von 3,0 m³/s, eine zweite Station eine Leistung von 0,125 m³/s. In der Mitte der beiden Teilsysteme (im Osten und Westen) befindet sich die Pumpstation Vilamoura, die die Wasserversorgung bedarfsabhängig steuert.
In der Anlage von Tavira (Abb. 1) übernimmt die Pumpstation zwei Aufgaben: Transport des unbehandelten Wassers (Rohwasser) in die Aufbereitungsanlage und des behandelten Wassers in die Staubecken im System. Zu den eingesetzten KSB-Pumpen gehören große Rohrgehäusepumpen der Baureihe SNW zur Rohwasserentnahme sowie Etachrom- (Abb. 2) und Etanorm-Pumpen für die Förderung des aufbereiteten Wassers.
Die Pumpstation Vilamoura verbindet das östliche und das westliche System und wurde so konzipiert, dass die Wasserversorgung bedarfsabhängig umgelenkt werden kann. Diese Pumpstation ist deshalb so wichtig, weil Wasser im westlichen Teil der Algarve knapper ist als im östlichen Teil und das Wasser üblicherweise im Sommer vom Osten in den Westen der Region tranportiert werden muss, wenn die Zahl der sich dort aufhaltenden Menschen steigt. Da die Staubecken im Osten eine größere Speicherkapazität als im Westen haben, kann das System im Westen im Fall eines trockenen Winters aufgefüllt werden.
Durch den dualen Aufbau der Pumpstation in Vilamoura ist es möglich, über entsprechende Rohrleitungen und Armaturen Wasser sowohl in die eine als auch die andere Richtung zu pumpen. Es handelt sich im Prinzip um eine doppelt angelegte Pumpstation, bei der eine Station mit mehrstufigen KSB-Hochdruckpumpen der Multitec-Baureihe ausgerüstet ist. Jede Pumpe hat eine Förderleistung von 75 l/s. Dieser Pumpentyp wurde ausgewählt, weil eine Anpassung der Saug- und Druckstutzen entsprechend den Erfordernissen der Anlage möglich ist und die Betriebskosten gering sind.
Abhängig von der Richtung, in welche die Station Vilamoura pumpt, sind unterschiedliche Fördermengen und Drücke erforderlich. So können sich die Förderdrücke je nach Bedarf und Richtung um bis zu 6 bar ändern. Durch Drehzahlregelung kann der Betriebspunkt ver ändert und dem jeweiligen Bedarf des östlichen bzw. westlichen Teils des Systems angepasst werden.
Neben Investitionen in die Wasserversorgung wurden auch umfangreiche Nachrüstungen in den Kläranlagen entlang der Küste vorgenommen. Dazu gehörten der Bau einer Freispiegelleitung von 202 km Länge und einer 170 km langen Abwasserleitung, die Nachrüstung von 57 Kläranlagen sowie der Bau und die Modernisierung von 159 Pumpstationen. Den Kommunen steht jetzt die Infrastruktur zur Verfügung, die sie benötigen, um unbehandeltes und einen Teil des behandelten Abwassers über eine zentrale Freispiegelleitung zu transportieren.
Laut Nuno Aleixo, Projektingenieur in der KSB-Niederlassung in Lissabon, war KSB von Anfang an im Projekt zum Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystem eingebunden. Die für Abwasseranwendungen am häufigsten zum Einsatz kommende Pumpe ist die Tauchmotorpumpe Amarex KRT (Abb. 3), da sie mit dem ganzjährig auftretenden schwankenden Bedarf in der Region sehr gut zurecht kommt. Die Pumpen der Baureihen Amarex N und Amarex KRT werden für den Transport von unbehandeltem Abwasser und die Förderung in Kläranlagen eingesetzt, da hier sowohl kleinere als auch größere Pumpengrößen benötigt werden. Im Gegensatz zu den Wasserversorgungspumpen müssen Pumpen, die unbehandeltes und behandeltes Abwasser fördern, rund um die Uhr arbeiten und sind damit einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Etliche Amamix- und Amaprop-Rührwerke kommen in den unterschiedlichen Behandlungsstufen von Kläranlagen zum Einsatz.
„Von Ostern bis September müssen große Mengen Abwasser behandelt werden. Die Aufrechterhaltung der entsprechend hohen Leistungsfähigkeit unserer Kläranlagen stellt eine große Herausforderung dar, ist aber Voraussetzung dafür, dass wir die gute Wasserqualität an unseren Stränden sicherstellen und das „Blaue Flaggen“-Siegel behalten können“, erklärt der für die Koordinierung der Wartung bei Aguas do Algarve zuständige Ingenieur, Vieira Pereira. „Wir sorgen uns jedoch nicht nur um die Qualität der Abwasserbehandlung, sondern auch um den gesicherten Transport des Abwassers. Das heißt, dass die Pumpstationen für den Abwassertransport zu den Kläranlagen konstant im Einsatz sein müssen, um eine Verschmutzung der Küsten zu verhindern, zumal viele Grundstücke in unmittelbarer Nähe zum Meer liegen. Zuverlässigkeit im Betrieb ist daher oberstes Gebot und der Grund, weshalb die Pumpstationen mit Reservepumpen arbeiten und für einen optimalen Einsatz ausgelegt sind. Und falls es doch einmal zu Problemen in der Stromversorgung kommt, greifen die installierten Notfallgeneratoren.“ Aus Berichten von Aguas do Algarve geht hervor, dass KSB-Pumpen äußerst zuverlässig arbeiten und den geforderten Wirkungsgrad im Betrieb erreichen.
Damit Wasser stets bedarfsgerecht zur Verfügung steht und das Abwasser sicher und effizient gefördert wird, kommt es in erster Linie auf eine sinnvolle Auswahl der dafür erforderlichen Pumpen an. Diese Auswahl haben die Ingenieure von Aguas do Algarve getroffen und KSB Portugal stand ihnen dabei regelmäßig unterstützend zur Seite. Die wichtigsten von Aguas do Algarve vorgegebenen Kriterien bei der Spezifikation der Pumpen waren Zuverlässigkeit und Wirkungsgrad. Das Unternehmen hat vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal Pumpen von KSB eingesetzt. Laut Aguas do Algarve haben die ursprünglich installierten Pumpen und auch alle nachträglich in der Region installierten Pumpen alle Erwartungen erfüllt.