Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wird von Vorstand und Aufsichtsrat der KSB Aktiengesellschaft mindestens einmal jährlich abgegeben. Die zuletzt am 2. Dezember 2016 abgegebene Erklärung lautet wie folgt:


Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat

der KSB Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der

„Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“

gemäß § 161 AktG


Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 2. Dezember 2015 hat die KSB Ak­tien­­­ge­sellschaft, Frankenthal (Pfalz), den Empfehlungen der "Regierungskommission Deut­scher Corporate Governance Kodex" – zuletzt in der Fassung vom 5. Mai 2015 – mit den nach­fol­gen­den Einschrän­kungen entsprochen und entspricht ihnen in die­sem Rahmen auch wei­ter­hin:

1. Der Vorstand hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Ziffer 4.2.1 Satz 1).

Begründung:
Ab 1. Juli 2014 wurde der Vorstand von drei auf zwei Mitglieder ver­klei­nert. Eine be­son­de­re, übergreifende Koordination der Vorstandsarbeit ist seit­her entbehr­lich.  

2. Die in den Anstellungsverträgen mit den Vor­stands­mit­glie­dern enthaltenen Höchst­gren­zen für deren Ver­gü­­tung erfüllen die An­for­derungen des Kodex nicht vollständig (Zif­fer 4.2.3 Abs.2 Satz 6).

Begründung:
Für wesentliche Vergütungselemente bestehen bei KSB Höchstgrenzen; ge­le­gent­lich sind diese – wie bei Pensionszusagen oder Sachleistungen – nicht be­trags­­mä­ßig defi­niert, ergeben sich aber hinreichend aus der jeweiligen Zusage. Die darüber hi­naus­ge­henden Anforderungen des Ko­dex schaffen keinen nach­hal­ti­gen Erkennt­nisge­winn.

3.  Die Vorstandsvergütung wird im Vergütungsbericht nicht indivi­dua­li­siert und differenziert nach Komponenten anhand der Mustertabellen dargestellt wer­den (Zif­fer 4.2.5 Abs.3 und 4).

Begründung:
In Anwendung der handelsrechtlichen Bestimmungen beschloss die Hauptversammlung der KSB Aktiengesellschaft, auf ei­ne Of­fen­legung der Vor­stands­ver­­gütung in individuali­sier­ter Form zu verzichten. Da­ran hal­ten sich Vorstand und Aufsichtsrat ge­bun­­den.

4.  Mit Ausnahme einer Altersgrenze benennt der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele für sei­ne Zusammensetzung (Ziffer 5.4.1 Abs.2 und 3).

Begründung:
Wir begrüßen die vom Kodex angestrebte heterogene Zusammensetzung des Aufsichts­rats, wel­che den Unternehmensinteressen in der Regel förderlich sein wird. Bereits in der Vergangenheit, und bis heute, haben wir dies auch realisiert. Konkreten Fest­­­­legun­gen, welche über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, stehen wir jedoch kritisch ge­genüber; eine zweckmäßige und hinreichend flexible Gremienbesetzung wird dadurch er­schwert.

5.  Die erfolgsorientierte Komponente der Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der jähr­­li­chen Dividende; sie ist somit nicht auf eine gemäß Ziffer 5.4.6 Abs.2 „nachhaltige“ Un­ter­nehmensentwicklung ausgerichtet.

Begründung:
Wir unterstützen die Nachhaltigkeit als Zielsetzung des Kodex, sehen in einer Änderung der bewährten Ver­gütungsstrukturen für den Aufsichtsrat jedoch keine notwendige Maß­nahme zu deren Verwirklichung.

6.  Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat sowie die ge­zahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, ins­besondere Bera­tungs- und Vermittlungsleistungen, werden im Anhang des Konzern­ab­schlus­ses gesamthaft an­ge­geben, jedoch nicht ge­son­dert, individualisiert und auf­ge­­gliedert nach Bestandteilen ausgewiesen (Ziffer 5.4.6 Abs.3)

Begründung:
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung sowie im er­­gänzenden Be­schluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2012 geregelt; daraus las­sen sich detail­lierte In­for­ma­tio­nen über die ein­zel­nen Vergü­tungs­­ele­men­te entneh­men. Da­rüber hinaus geben wir der Information über die zusammengefassten Auf­sichtsrats­be­züge den Vor­zug, weil wir in einer individualisier­ten und nach Bestandteilen aufgeglie­derten Dar­stel­lung kei­nen we­sentlichen zusätzlichen Nutzen für die Anleger oder die Un­ter­nehmens­ent­­wick­lung er­kennen können.


Frankenthal, den 2. Dezember 2016

Vorstand und Aufsichtsrat der KSB Aktiengesellschaft