Zwischenmitteilung zum 30.09.2016

Auftragseingang und Umsatz durch Währungskurse sowie schwaches Projektgeschäft belastet

Die globale Konjunktur ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres noch nicht wieder in Schwung gekommen. Entsprechend blieb die Belebung des Pumpen- und Armaturenmarktes aus. Speziell die im Öl- und Gasgeschäft tätigen Unternehmen, aber auch die Energiewirtschaft, hatten weiterhin nur wenige größere Aufträge zu vergeben. Die Dynamik in der Industrie war unverändert verhalten; dafür holten die Bergbaubetriebe, bei stabileren Rohstoffpreisen, aufgeschobene Ersatzinvestitionen nach. Die Wasser- und Abwasserwirtschaft zeigte ein insgesamt solides Wachstum. Dabei prägten, ebenso wie im Bauwesen, regionale Nachfrageschwerpunkte die Entwicklung der Pumpen- und Armaturenbestellungen.


Auftragseingang und Umsatz 
Der Bestelleingang im Konzern lag Ende September weiterhin unter Vorjahr. Zeitlich verschobene Vorhaben in der Energiewirtschaft sowie fehlende Investitionen der Öl- und Gasfirmen waren dafür ursächlich. Darüber hinaus wirkten sich hohe negative Währungseffekte auf die Geschäftszahlen aus.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Auftragseingang im KSB Konzern in den ersten drei Quartalen um 5,7 % auf 1.595,0 Mio. € verringert. Generell zeigten die Segmente Pumpen und Armaturen eine negative Tendenz, wenngleich sich die Aufträge für Bergbaupumpen und wassertechnische Armaturen gut entwickelten. Der Bestelleingang im Segment Service war leicht positiv.

Wachstumsregion war Asien; dort gingen aus den meisten Marktbereichen mehr Aufträge ein als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In Europa - hier spielen

Währungsrelationen eine untergeordnete Rolle - war der Rückgang der Auftragswerte moderater als im Konzern insgesamt; die KSB AG verzeichnete bei den eingehenden Bestellungen ein um 3,7 % geringeres Volumen.

 

KSB Konzern

 

  01-09/2016

  01-09/2015

 Veränderung

Auftrags-
eingang

Mio. €

1.595,0

1.692,2

          - 5,7 %

Umsatz-
erlöse

Mio. €

1.590,7

1.686,2

          - 5,7 %

Belegschaft (30.09.)

 

15.883

 16.363

          - 2,9 %

Der Konzernumsatz ist von Januar bis September 2016 um  5,7 % auf 1.590,7 Mio. € zurückgegangen. Diese Entwicklung ist zu mehr als der Hälfte durch Währungseinflüsse bedingt. In der KSB AG belief sich der Umsatzrückgang auf 2,3 %.
Gegenüber dem Vorjahr waren in allen drei Segmenten niedrigere Umsatzwerte zu verzeichnen; besonders betroffen waren die Armaturen, wo sich die schwache Auftragslage bei Marineklappen auswirkte.

Veränderung der Beschäftigtenzahlen 
Am 30. September 2016 waren 15.883 Mitarbeiter im Konzern tätig, 480 weniger als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Diese Entwicklung ist die Folge von Maßnahmen, um die Kostenstrukturen an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Den stärksten Rückgang verzeichneten dabei mit 262 Beschäftigten die europäischen Gesellschaften, darunter 138 an den deutschen Standorten. Eine nennenswerte Verringerung der Mitarbeiterzahl erfolgte auch in Nordamerika; dort waren zum Stichtag 104 Personen weniger tätig als Ende September 2015.

Ertrags- und Finanzlage 
Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag nach neun Monaten, wie erwartet, erheblich unter dem des Vorjahres. Ursächlich waren die Belastungen durch Einmalkosten, um erste umfangreiche Maßnahmen des seit Anfang 2016 laufenden Effizienzsteigerungsprogramms umzusetzen.

Die Nettofinanzposition hat sich zum 30. September 2016 im Vergleich zum Jahresendwert 2015 (211,3 Mio. €) deutlich erhöht.

Ausblick 
Der Rückstand des Auftragseingangs gegenüber Vorjahr, wesentlich verursacht durch fehlende und verzögerte Projektaufträge, ist bis zum Jahresende voraussichtlich nicht aufzuholen. Aus heutiger Sicht wird der Auftragseingang im niedrigen einstelligen Prozentbereich unter Vorjahr bleiben.

Wie angekündigt, wird der Umsatz im laufenden Jahr geringer ausfallen als 2015. Als Folge des Umsatzrückgangs und der Kostenbelastungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm wird das Konzernergebnis vor Ertragsteuern das Vorjahresniveau erheblich unterschreiten. 

In der Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis wirken sich hohe negative Währungseffekte aus.

Das Drei-Jahres-Programm zur Kostensenkung, das bis 2018 reicht, soll die Material-, Personal- und Sachkosten um 200 Mio. € jährlich verringern. Eine verbesserte Kostenbasis wird dazu beitragen, die Ausgangsposition in sehr preissensiblen Märkten zu verbessern, und so die laufenden Vertriebsinitiativen unterstützen.

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