KSB investiert kräftig in Gießerei

Gute Investition in die Zukunft

PEGNITZ: KSB investiert in das Projekt „Gießerei 2020“ insgesamt 13 Millionen Euro. Ziel ist es, die Pegnitzer Gießerei mit modernsten Technologien und Prozessen auszustatten und so langfristig zukunftsfähig zu machen. „Bei den Investitionen steht Nachhaltigkeit für uns an vorderster Stelle“, sagt Gießereileiter Stefan Dötsch. „Gießen ist ein energieintensiver Prozess. Alle unsere Investitionen zielen deshalb darauf ab, Ressourcen wie Strom, Sand und weitere Rohstoffe so weit wie möglich zu schonen und über Recycling-Prozesse wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Mit Blick auf die umwelttechnische Ausstattung gehört unsere Gießerei mittlerweile zu den weltweit modernsten.“

Aktuell wird eine neue Lüftungsanlage für die Bereiche Schmelzbetrieb, Formerei und Gussnachbehandlung installiert. Da sie 25 Tonnen wiegt, wurde das Dach des Gießereigebäudes mit großen Stützen durch drei Etagen hindurch verstärkt. Vom 12. bis 23. August erfolgen die abschließenden Verrohrungsarbeiten für die Lüftungsanlage. Ihre Inbetriebnahme ist für September dieses Jahres geplant.

Die neue Anlage wird die Luftqualität verbessern sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit regulieren. Das kommt sowohl den Mitarbeitern, als auch der Qualität der Gussprodukte zugute. „Pro Jahr produzieren wir rund 54.000 Bauteile, die wir in 80 verschiedenen Werkstoffen anbieten können“, erläutert Dötsch. Diese Guss-Vielfalt sowie moderne Fertigungsverfahren wie das Laserschmelzen für metallische Werkstoffe sind wichtige Wettbewerbsvorteile für KSB, denn die meisten Produkte sind Einzelanfertigungen für ganz spezifische Aufgaben. Das unterscheidet die Pegnitzer Gießerei von anderen, die Massenfertigung wie beispielsweise Motorblöcke für Automobile herstellen. „Wir können sehr flexibel agieren und haben eine hohe Verfügbarkeit an qualitativ hochwertigen Produkten“, so der Gießereileiter. Abnehmer sind daher nicht nur KSB-Werke in Deutschland, sondern in ganz Europa.  

Ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Projekt „Gießerei 2020“ war ein kürzlich erstelltes Gutachten. Dieses bestätigt, dass die im Dezember 2018 in Betrieb genommene thermische Sandregenerierung deutlich reduzierte Abfallmengen an Altsanden und Schwefeldioxid-Emissionen aufweist als gesetzlich vorgeschrieben – ebenfalls ein Aspekt, um nachhaltig Gussprodukte herzustellen. Bei der thermischen Sandregenerierung wird bereits verwendeter Formsand auf rund 700 °C erhitzt. Dabei verbrennen alle organischen Beimengungen wie Harz und Härter. Das dabei entstehende Regenerat entspricht der Qualität von Neusand.

In den nächsten beiden Jahren erfolgen weitere Maßnahmen, um die Gießerei zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen. Eine erfolgreiche Gießerei ist auch für den gesamten KSB-Standort Pegnitz ein Aushängeschild. „Wir zählen im Konzern zu einem der modernsten Werke, haben in der Spaltrohrmotorpumpen-Montage bereits die digitale Fabrik realisiert und arbeiten mit additiven Fertigungsverfahren. Auch unsere Gießerei ist ein wichtiger Faktor, um unser Werk zu sichern sowie fit für die anstehenden Herausforderungen im weltweiten Pumpen-, Armaturen- und Ersatzteilmarkt zu machen“, bestätigt Standortleiter Harald Hofmann. KSB investiert in das Projekt „Gießerei 2020“ Foto: KSB investiert in das Projekt „Gießerei 2020“ insgesamt 13 Millionen Euro.  ©KSB SE & Co. KGaA, Frankenthal


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