Zwischenmitteilung zum 30.09.2014

KSB Konzern mit steigendem Auftragseingang

In einem weiterhin schwachen Wirtschaftsumfeld hat sich der globale Markt für Pumpen und Armaturen in Teilbereichen belebt. Eine positive Entwicklung zeigte in den ersten neun Monaten das wieder leicht anziehende Projektgeschäft der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der industriellen Anlagenbauer sowie der Energieversorger, allerdings bei anhaltend hohem Preisdruck. Wegen der bei Großprojekten längeren Lieferfristen wirkte sich die partiell bessere Auftragslage noch nicht im Umsatz aus.

KSB Konzern01-09/201401-09/2013Veränderung

Auftragseingang

Mio. €

1.750,0

1.676,7

          + 4,4 %

Umsatzerlöse

Mio. €

1.587,8

1.676,6

          -  5,3 %

Belegschaft (30.09.)

16.476

16.605

          -  0,8 %

Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang hat sich im Konzern von Januar bis September 2014 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 73,3 Mio. € auf 1.750,0 Mio. € verbessert. Ohne Währungseffekte wäre dieser Zuwachs um rund 60 Mio. € höher ausgefallen. Für die Steigerung war in erster Linie das Pumpengeschäft verantwortlich, welches Aufträge für die Ausrüstung neuer Kraftwerke einschloss. Der Ordereingang bei Armaturen entwickelte sich gleichfalls erfreulich; hierzu trugen neben einem bedeutenden Kraftwerksauftrag vor allem Bestellungen für Flüssiggasarmaturen bei. Lediglich das Volumen der Aufträge für Serviceleistungen war in den ersten neun Monaten geringer als im Vorjahr.

Die Gesellschaften in Europa erzielten in diesem Zeitraum ein deutliches Auftragswachstum; dieses war wesentlich von Exportaufträgen geprägt. Trotz der politischen Krisen in der Region Mittlerer Osten / Afrika haben auch die dort tätigen Konzerngesellschaften das Vorjahresniveau beim Auftragseingang fast wieder erreicht. In der Region Asien war, mit Schwerpunkt China und Korea, ein moderates Wachstum zu verzeichnen, während die Bestellungen bei den Gesellschaften in Amerika und Aus-tralien leicht hinter denen des Vorjahres zurückblieben.

Der Konzernumsatz lag mit 1.587,8 Mio. € um 88,8 Mio. € unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Dies ist die Folge von Währungseffekten (- 57 Mio. €), Projektverschiebungen sowie einer marktbedingten Umsatzschwäche der im Bergbau tätigen US-Tochter GIW Industries Inc. Rückgänge verzeichneten alle drei Segmente: Pumpen, Armaturen und Service.

Nur die Gesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika erreichten insgesamt ein Umsatzwachstum, alle übrigen Regionen wiesen einen im Vorjahresvergleich geringeren Umsatz aus.

Veränderung der Beschäftigtenzahlen

Zum 30. September 2014 waren im Konzern 16.476 Mitarbeiter beschäftigt, 129 weniger als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Einen deutlichen Rückgang verzeichneten dabei mit minus 149 Personen die deutschen Gesellschaften. Diese Personalreduktion ist Teil der Maßnahmen, KSB neuen Marktverhältnissen anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Ertrags- und Finanzlage

Das Konzernergebnis der ersten neun Monate lag sehr deutlich unter dem des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang sowie zum Teil auf die geringeren Margen im Projektgeschäft und auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Nettofinanzposition erreichte Ende September den Vergleichswert des Vorjahres.

Ausblick

Aufgrund der anhaltend guten Entwicklung der Neubestellungen wird der Auftragseingang zum Jahresende über dem des Vorjahres (2.241,2 Mio. €) liegen. Der Umsatz wird moderat unter Vorjahresniveau (2.247,3 Mio. €) bleiben. Bedingt durch den niedrigeren Umsatz sowie aktuelle Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen wird das Ergebnis vor Ertragsteuern, wie im August bekannt gegeben, erheblich niedriger ausfallen als 2013 (119,4 Mio. €).

Um die Ertragslage zu verbessern, hat KSB zur Jahresmitte weitere Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet. Diese werden sich, trotz noch anstehender Restrukturierungskosten, bereits im kommenden Jahr positiv auf das Ergebnis auswirken. Darüber hinaus zielt die derzeitige Überarbeitung der Konzernstrategie auf eine höhere Rentabilität und ein nachhaltiges Wachstum.

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