1. Suche
  2. von A-Z

Wartung

Die Wartung bezeichnet die in bestimmten Abständen der Betriebszeit regelmäßig erforderlichen Kontroll- und Pflegearbeiten. In der Betriebsvorschrift sind Zeitpunkt und Umfang der Wartung genau festgelegt. Produktspezifisch werden meist Wartungsverträge erstellt. 

Die regelmäßige Wartung von Pumpen und Antriebsmaschinen verlängert deren Lebensdauer und erspart Kosten. Dazu dienen die äußere Pflege der Pumpen und Aggregate, die Wartung der Lager und Wellendichtungen sowie sonstige Wartungsarbeiten bspw. in Form einer Inspektion

Äußere Pflege der Pumpen und Aggregate 

In regelmäßigen Zeitabständen sind die Aggregate je nach Verschmutzungsgrad äußerlich zu reinigen. Dabei dürfen auf keinen Fall die Pumpen und Antriebsmaschinen per Wasserstrahl gereinigt (abgespritzt) werden. 

Etwaige Roststellen sind zu entfernen und entsprechend zu behandeln und blanke Teile mit Konservierungsfett zu bestreichen. 

Wartung der Lager 

Die Lager sind regelmäßig zu warten, da Schmiermittel sich in unterschiedlichen Zeitabständen verbrauchen. Der Betreiber muss sie entweder ergänzen oder erneuern (z. B. durch Ölwechsel, Nachfüllen von Öl, gänzliche Erneuerung des Fettes). Die Betriebsvorschrift informiert über die Zeitabstände sowie Schmiermittel und gibt Auskunft über die Schmiermittelqualitäten. 

Wartung der Wellendichtungen 

Die Wartung der Wellendichtungen richtet sich nach der Art der konstruktiv vorgesehenen Ausführung. Es wird zwischen der Packungsstopfbuchse (Packung) und der Gleitringdichtung unterschieden. 

Wartung erfolgt abhängig von der Ausführungsart 

  • Bei Packungsstopfbuchsen ist besonders darauf zu achten, dass sie im Betrieb immer leicht tropfen müssen. Völlig abdichtende Packungen beschädigen die Dichtelemente (z. B. Welle oder Wellenschutzhülse). In diesem Fall sind die Muttern der Stopfbuchsschrauben so lange zu lockern, bis die Stopfbuchse leicht tropft. Dies gilt auch für Metall-, Manschetten- und Knetpackungen. 
  • Bei Gleitringdichtung ist eine Leckage in den häufigsten Fällen äußerlich nicht sichtbar. Eine separate Wartung ist nicht notwendig. Treten größere Leckagen auf, sind die Dichtelemente auszutauschen. Weitere Einzelheiten finden sich in der Betriebsvorschrift. 

Weitere Wartungsarbeiten 

Aus Gründen der zusätzlichen Information empfiehlt es sich, das Betriebspersonal an der Inspektion teilnehmen zu lassen. Die Wartung erfolgt dabei meist nach einer Checkliste. 

Inspektion/Wartung durch das Betriebspersonal 

  • Überprüfen der Laufruhe von Kreiselpumpe und Antriebsmaschine 
  • Kontrolle der Motorleistung unter Berücksichtigung der Stromaufnahme 
  • Kontrolle der Kupplungsausrichtung (siehe Wellenkupplung
  • Überprüfen der elastischen Übertragungselemente auf Verschleiß (z. B. an Kupplungsscheibe, -bolzen und -paketen) 
  • Spül- und Sperrwasserversorgung überprüfen 
  • Kontrolle der (evtl. vorhandenen) Entlastungseinrichtung (z. B. an der Entlastungsscheibe) 
  • Funktionsprüfung der (evtl. vorhandenen) automatischen Fettpressen (z. B. Schmierölpumpe) und Fettleitungen 

Beispiel einer Checkliste 

  • Überprüfen der Laufruhe von Pumpe und Antriebsmaschine 
  • Kontrolle der Leistungsdaten unter Berücksichtigung der Stromaufnahme 
  • Kontrolle der Öl- oder Fettversorgung (an den Lagerstellen) 
  • Überprüfen der Wellendichtungen (z. B. Packungsstopfbuchse, Gleitringdichtung, Radialdichtringe) und ggf. Neuverpackung der Packungsstopfbuchsen im Bedarfsfall oder bei Gleitringdichtungen; evtl. rotierende und stationäre Gleitringe auswechseln 
  • Kontrolle der Kupplungsausrichtung 
  • Überprüfen der elastischen Übertragungselemente auf Verschleiß 
  • Funktionkontrolle bei den Absperr- und Rück-schlagorganen 
  • Überprüfen der Anlage auf Korrosionsangriffe (bspw. an den Außenflächen) oder bei Pumpen-Innenteilen auf Kavitationsschäden und Erosion 
  • Ermittlung des Ersatzteilbedarfs 
  • (evtl. vorhandene) Spül- oder Sperrwasserversorgung überprüfen 
  • Reinigen der (evtl. vorhandenen) Magnetventile 
  • Kontrolle der (evtl. vorhandenen) Entlastungseinrichtungen 
  • Kontrolle der (nur bei Schmutzwasserpumpen enthaltenen) elektropneumatischen Steueranlagen 
  • Funktionsprüfung der (evtl. vorhandenen) automatischen Fettpressen und -leitungen 
  • Verschleißkontrolle bei Schmutzwasserpumpen durch Handlochdeckel (wenn vorhanden) 
  • Läuferspiel messen 
  • Drosselspalte kontrollieren 
  • Durchführung eines Probelaufs nach der Wartung