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Stromlinie

Die Stromlinie entspricht in einer Strömung einer Linie, deren örtliche Richtung mit der Richtung der örtlichen Strömungsgeschwindigkeit übereinstimmt. 

Bei stationären Strömungen, bei denen an jedem Ort innerhalb des Strömungsraumes eine von der Zeit unabhängige Geschwindigkeit existiert, beschreibt die Stromlinie die Bahn eines betrachteten Flüssigkeitsteilchens (Strombahn). Strömungslinien weisen keine Knickpunkte auf und können sich niemals schneiden, da andernfalls an einem bestimmten Ort gleichzeitig zwei verschiedene Strömungsgeschwindigkeiten vorhanden sein müssten. siehe Abb. 2 Schaufelgitter

Da an einer festen Wand wie der Schaufel oder des Pumpengehäuses keine Normalkomponenten der Geschwindigkeit möglich sind, müssen alle Körperkonturen des Strömungsraumes zugleich Stromlinien sein. 

Die in der Strömungslehre oft verwendete BERNOULLI-Gleichung gilt im strengen Sinne nur für verschiedene Punkte auf einer gemeinsamen Stromlinie. Die Gleichung wird jedoch meist auch auf einen als "Stromfaden" bezeichneten Strömungsraum angewendet, der von allen durch eine geschlossene Linie verlaufenden Stromlinie begrenzt wird.
Bei Rohrströmungen wird meist der gesamte flüssige Rohrinhalt als Stromfaden (siehe Durchflussgeschwindigkeit) betrachtet. 

Die zirkulare Projektion einer Stromlinie in die meridiane Schnittebene (Schnitt durch die Drehachse) eines Laufrades heißt Flusslinie.