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Prozessbauweise

Die Prozessbauweise ist die Bezeichnung für einen konstruktiven Aufbau einer Kreiselpumpe, der die Forderungen der Raffinerietechnik nach schneller Demontage und Wiedermontage erfüllt und deswegen bei Prozesspumpen häufig anzutreffen ist. Dies bedeutet, dass zur Inspektion oder zum Austausch von Innenteilen nach dem Abkuppeln des Motors und Lösen des Verbindungsflansches das gesamte Laufzeug der Pumpe mit der Lagerung und der Wellendichtung aus dem Pumpengehäuse herausgezogen werden kann, ohne dass dieses aus der Rohrleitung herausgenommen werden muss. siehe Abb. 1 Prozessbauweise

Prozessbauweise: Niederdruck-Kreiselpumpe Abb. 1 Prozessbauweise: Niederdruck-Kreiselpumpe


Wird zudem noch eine Wellenkupplung mit Zwischenhülse verwendet, so kann bei dem Herausziehen des Laufzeuges sogar der Motor auf dem Pumpenfundament verbleiben. Auch die elektrischen Zuleitungen bleiben fest installiert, da das seitliche Herausnehmen der Zwischenhülse genügend axialen Spielraum für den Ausbau des Laufzeuges lässt. siehe Abb. 2 Prozessbauweise
Prozessbauweise: Elastische Wellenkupplung mit Zwischenhülse Abb. 2 Prozessbauweise: Elastische Wellenkupplung mit Zwischenhülse


Diese servicefreundliche Bauart wurde unter dem Namen Prozessbauweise auch auf Pumpen für andere Branchen übertragen, um bei größeren Anlagen den rationellen Einsatz des Fachpersonals zu ermöglichen.