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Peripheralpumpe

Die Peripheralpumpe (siehe auch Seitenkanalpumpe) ist eine Kreiselpumpe, deren Laufrad (siehe Peripheralrad) in einem weitgehend konzentrischen Gehäusekanal mit Ein- und Austrittsöffnung rotiert, sodass das Fördermedium durch mehrfaches Überströmen zwischen Laufrad und Gehäusekanal eine starke Energiezufuhr erfährt. Dabei bewegt sich das Fördermedium insgesamt unter Druckzunahme entlang des Umfangs von der Einlass- zur Auslassöffnung des Gehäuses. Ein zwischen Auslass- und Einlassöffnung befindlicher Unterbrecher verhindert einen hydraulischen Kurzschluss zwischen Hochdruck- und Niederdruckseite des Gehäusekanals. Aufgrund der starken Energieerhöhung können die Peripheralpumpen verhältnismäßig klein gebaut werden und werden oft als Blockpumpen eingesetzt.
siehe Abb. 1, 2 Peripheralpumpe


Peripheralpumpe: Einstufige Pumpe Abb. 1 Peripheralpumpe: Einstufige Pumpe Peripheralpumpe: Prinzip der Energiezufuhr im Laufrad einer Peripheralpumpe Abb. 2 Peripheralpumpe: Prinzip der Energiezufuhr im Laufrad einer Peripheralpumpe


Die Druckzahlen von Peripheralpumpen übertreffen die der Seitenkanalpumpen und auch ihre Kennlinien sind steiler. Mit zunehmendem Förderstrom nimmt die Leistungsaufnahme der Peripheralpumpen ab. 

Durch Anordnung mehrerer (bis zu drei) Schaufelkränze auf den unterschiedlichen Durchmesserstufen am Laufrad wird die Peripheralpumpe zu einer mehrstufigen Pumpe. Sie erreicht dann bei üblichen Drehzahlen von 2.900 min-1 Förderhöhen bis zu 1.200 m und überdeckt damit im Bereich kleiner Förderströme einen Teil des Einsatzbereiches von Getriebehochdruck- (siehe Getriebepumpe) und sogar von Verdrängerpumpensiehe Abb. 3 Peripheralpumpe

Peripheralpumpe: Mehrstufige Pumpe Abb. 3 Peripheralpumpe: Mehrstufige Pumpe


Weitere Eigenarten der Peripheralpumpen bestehen darin, dass sie im Gegensatz zu anderen Kreiselpumpen verhältnismäßig große Gasanteile mitfördern können (siehe Zweiphasenströmung) und auch bei starker Dampfblasenbildung (siehe Kavitation) ohne Abreißen der Förderung sowie ohne erhebliche Störung der Laufruhe weiter zu betreiben sind. Dabei entfernt sich die Drosselkurve nicht plötzlich, sondern nur allmählich von der kavitationsfrei gemessenen Drosselkurve. Ein weiterer Vorteil ist schließlich die symmetrische Zuströmung (siehe mehrströmige Pumpe) zum Laufrad (geringer Axialschub). siehe Abb. 4 Peripheralpumpe

Peripheralpumpe: Kennlinien einer Peripheralpumpe (Nennweite DN 25, Laufraddurchmesser 125 mm, Drehzahl n = 2900 min–1) Abb. 4 Peripheralpumpe: Kennlinien einer Peripheralpumpe (Nennweite DN 25, Laufraddurchmesser 125 mm, Drehzahl n = 2900 min–1)


Peripheralpumpen haben im Vergleich zu den Radialpumpen geringere Pumpenwirkungsgrade. Sie eignen sich zur Förderung nichtverschmutzter Flüssigkeiten, z. B. als: Kesselspeisepumpe für Kleinkessel, Druckerhöhungspumpe, Autowaschpumpe und Pumpe für die chemische Industrie sowie überall dort, wo kleine Förderströme auf hohe Drücke gebracht werden müssen.

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