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Nennwert

Der Nennwert ist nach DIN 40 200 ein geeigneter gerundeter Wert einer Größe zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Elements, einer Gruppe oder einer Einrichtung. Mithilfe des Nennwertes einer Größe lassen sich folgende Anwendungsbereiche gliedern.

Anwendungsbereiche 

  • Nennweite (DN), z. B. DN 100 
  • Nenndruck (PN), z. B. PN 16 
  • Nenndrehzahl (nN), z. B. nN = 2.900 min-1 (Bemessungsdrehzahl) 
  • Nennspannung, z. B. 230 V Spannung, nach der ein Netz benannt ist 
  • Bemessungsspannung (von Betriebsmitteln) des Herstellers für eine festgelegte Betriebsbedingung eines Bauteils, Geräts oder Betriebsmittels 

Die tatsächlich ausgeführte Größe muss nicht mit dem Nennwert identisch sein, sondern kann auch in seiner Nähe liegen. Es gibt Fälle, in denen Nenn- und Bemessungswert den gleichen Wert haben. 

In diesem Fall ist derjenige Begriff festzulegen, dessen Definition zutrifft. So wird z. B. ein für die Drehzahl 3.000 min-1 bei 50 Hz konstruierter Synchronmotor stets bei dieser Frequenz mit 3.000 min-1 laufen. 

Der Anwender wird diese ebenso wie die Drehzahl der von dem Synchronmotor direkt angetriebenen Maschine als "Nenndrehzahl" ansehen, weil der runde Zahlenwert zur Bezeichnung und Identifizierung im täglichen Gebrauch geeignet ist. Diese Drehzahl ist gleichzeitig auch als "Bemessungsdrehzahl" anzusehen, da sie die Grundlage für die Konstruktion und Bemessung des Motors ist. In diesem Sinne ist die Nenndrehzahl also nicht mehr (wie früher) die im Liefervertrag vereinbarte Drehzahl, sondern eine klassifizierende Drehzahl (z. B. 2.900 min-1).