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Nasskühlung

Die Nasskühlung ist ein Kühlverfahren in der Kraftwerkstechnik. Dabei wandelt ein Kondensator mithilfe von Wärmetauschern den Dampf in Wasser um. 

Die Kühlung kann dabei durch Einsatz von Frischwasser, eines Kühlturmes oder einer Kombination aus Frischwasser und Kühlturm herbeigeführt werden.
Eine alternative Kühlart ist die Trockenkühlung. Man unterscheidet drei Verfahren der Nasskühlung: 

Kühlung mit Frischwasser 

Bei der Kühlung mit Frischwasser wird das Kühlwasser einem Fluss, See oder Meer entnommen. Dieses wird von den Kühlwasserpumpen durch den Wärmetauscher gedrückt und von dort wieder in das Gewässer zurückgeleitet. 

Kühlung über Kühlturm 

Bei der Kühlung über einen Kühlturm wird das Kühlwasser einmalig je nach Standort des Kraftwerkes einem Fluss, See oder Meer entnommen und in ein Sammelbecken (unter dem Kühlturm) geleitet. Von dort wird das Wasser mit Pumpen abgesaugt, durch den Wärmetauscher gedrückt und dann über den Kühlturm wieder in das Sammelbecken geleitet. Das dabei durch die Verdunstung oder Leckage verloren gegangene Wasser muss wieder ersetzt werden. 

Kühlung mit Frischwasser und über Kühlturm 

Je nach Wärmebelastbarkeit eines Flusses oder Sees wird von Frischwasserbetrieb auf kombinierten Frischwasser-Kühlturmbetrieb umgeschaltet. Dabei muss die Kühlwasserpumpe die Förderhöhe sowohl für den Frischwasser- als auch für Kühlturmbetrieb aufbringen. Ist dies aus hydraulischen Gründen nicht realisierbar, ist ein wirtschaftlicher Betrieb für beide Betriebsdaten nicht gegeben. Dann sind andere Lösungen gefragt. 

Alternativen zum Aufbringen der erforderlichen Förderhöhen für Frischwasser- und Kühlturmbetrieb 

  • Der Kühlkreislauf wird in je einen Kreislauf für Frischwasser- und Kühlturmkühlung aufgeteilt. Damit gelangt das Wasser nach dem Wärmetauscher nicht sofort in den Fluss, sondern läuft den Kühlturmpumpen zu. Diese fördern dann das Wasser erst über die Kühltürme, bevor es gekühlt entweder in den Fluss zurückläuft (Ablaufkühlung) oder aber direkt wieder der Kühlwasserpumpe zufließt. 
  • Als Antrieb kommt meist ein Elektromotor mit fester Drehzahl zum Einsatz. Je nach Leistung kann auch ein mittels Frequenzumrichter drehzahlgeregelter Motor (siehe Regelung) oder ein Motor mit Polumschaltung (siehe Polzahl) eingesetzt werden. 
  • In Ausnahmefällen werden Überlagerungsgetriebe bei kleineren Pumpen eingesetzt, die eine Drehzahlverstellung während des Betriebes zulassen.