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Kinematische Viskosität

Als kinematische Viskosität (ν) bezeichnet man den Quotienten aus der dynamischen Viskosität des Mediums und seiner Dichte. Die SI-Einheit ist m2/s (siehe auch Viskosität). 

So hat Wasser bei 20 ºC bspw. ν = 1,002 · 10-6 m2/s. kinematische Viskosität_Formel_1

Gemessen wird heute jedoch noch vielfach in Centistokes wie im UBBELOHDE-Viskosimeter. Die hier verwendete Einheit ist m2/s und heißt (zu Ehren des irischen Physikers STOKES) Stokes (St). Der hundertste Teil ist ein Centistokes (cSt). Die Einheit Stokes ist seit 1978 offiziell nicht mehr gültig. 

Die konventionellen Einheiten der Viskosität sind zwar als Grundlage für die Berechnung ungeeignet, werden aber im Handel immer noch benutzt. Diese sind: Engler-Grade (ºE) in Deutschland, Saybold-Sekunden (S") in USA und Redwood-Sekunden (R") in England. 

Zur richtigen Verwendung müssen die Einheiten Stokes sowie die heute noch gebräuchlichen Einheiten in die SI-Einheit m2/s umgerechnet werden. siehe Abb. 1 Kinematische Viskosität

Kinematische Viskosität: Umrechnung von verschiedenen Einheiten der kinematischen Zähigkeit Abb. 1 Kinematische Viskosität: Umrechnung von verschiedenen Einheiten der kinematischen Zähigkeit

Die früher gebräuchlichen Einheiten sind nicht mehr zugelassen und können mittels Abb. 1 Kinematische Viskosität auf m²/s umgerechnet werden. (siehe auch Viskosität). 

  • Centistokes mm²/s 
  • Engler-Grad ºE 
  • Saybold-Sekunden S"
  • Redwood-Sekunden R"
  • Barbey cm³/h 

Alternativ können auch mittels Tabelle entsprechende Werte einander zugeordnet werden. Werden höhere Werte als 1000 cSt benötigt, so können die Angaben ab 60 cSt entsprechend mit 10, 100, 1000 usw. multipliziert werden. Die Umrechnung von konventionellen Maßen in cSt ist ungenau, besonders von 1 bis 9,5 cSt (vgl. DIN 1342 Viskosität NEWTONscher Flüssigkeiten). 

Kinematische Viskosität