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Gegenläufige Pumpe

Bei einer gegenläufigen Pumpe sind mehrere Laufräder auf der gemeinsamen Pumpenwelle spiegelbildlich angeordnet. Dadurch kann der beim Betrieb einer Kreiselpumpe auftretende Axialschub auch ohne eine zusätzliche Vorrichtung zum Axialschubausgleich (siehe Entlastungseinrichtung) wirkungsvoll ausgeglichen werden. Die axiale Zuströmung zu den Laufrädern ist dann paar- oder gruppenweise entgegengesetzt (gegenläufig). Diese Bauweise bietet sich bei mehrströmigen Pumpen wie bei Kreiselpumpen mit zweiströmigem Laufrad an und ist auch bei mehrstufigen Pumpen wie der Pipeline- oder Kesselspeisepumpe möglich. siehe Abb. 1 Gegenläufige Pumpe

Gegenläufige Pumpe: Zweiströmige, zweistufge Spiralgehäusepumpe mit längsgeteiltem Gehäuse Abb. 1 Gegenläufige Pumpe: Zweiströmige, zweistufge Spiralgehäusepumpe mit längsgeteiltem Gehäuse


Aufgrund der erforderlichen Umführungskanäle setzt diese Bauweise ein Pumpengehäuse mit Längsteilung voraus. Diese Gehäuseart wird sehr lang und verhältnismäßig teuer, sodass der Einsatz von gegenläufigen Pumpen mit mehr als einem Laufradpaar nur bei Betriebsverhältnissen angebracht ist, bei denen die Kosten bei etwaigem Betriebsausfall oder Folgeschäden (z. B. Ausfall einer Entlastungseinrichtung) diesen Aufwand rechtfertigen.
siehe Abb. 2 Gegenläufige Pumpe


Gegenläufige Pumpe: Zweistufige, einströmige Spiralgehäusepumpe mit Umführungskanälen und längsgeteiltem Gehäuse Abb. 2 Gegenläufige Pumpe: Zweistufige, einströmige Spiralgehäusepumpe mit Umführungskanälen und längsgeteiltem Gehäuse

Gegenläufige Pumpe