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Entlüftung

Die Entlüftung ist ein notwendiger Vorgang, welcher der Abführung von Luftansammlungen aus Druckwasserleitungen dient und damit vor dem Anfahren der Kreiselpumpe das notwendige Befüllen mit einem Fördermedium ermöglicht. Dazu wird bei Kreiselpumpen mit Zulauf am höchsten Punkt des Pumpengehäuses ein Entlüftungsventil oder ein handbetätigter Entlüftungshahn vorgesehen. 

Die Entlüftungsanlagen sind Systeme auf der Basis von Wasserringpumpen oder Strahlapparaten (siehe Tiefsaugevorrichtung). Es gibt selbsttätige Entlüftungsanlagen, die die Pumpen ständig betriebsbereit halten, und Anfahr-Entlüftungsanlagen, die jeweils vor dem Pumpenstart Saugleitung sowie Pumpe entlüften. 

Die Abwasserpumpen werden z. B. durch eine offene Leitung mit einem Durchmesser von mindestens 25 mm ständig entlüftet. Der dabei auftretende Leckwasserstrom wird in Kauf genommen und bspw. zur Einlaufkammer zurückgeführt. Sind Kreiselpumpen oberhalb des saugseitigen Wasserspiegels aufgestellt und besitzt deren Saugleitung ein Fußventil, so werden sie von Hand mittels Fülltrichters am Pumpensaugstutzen oder über eine Entlüftungsanlage aufgefüllt, sofern sie nicht selbstansaugefähig sind (siehe Auffüllen). 

Bei der Berechnung der Entlüftungszeit von Saug- und Heberleitungen ist der abzusaugende Luftstrom für den stetig steigenden und waagerechten Teil der Rohrleitung getrennt zu ermitteln und dann zu addieren. 

Dabei gilt Folgendes: 

Entlüftung_Formel_1

Die Klammerausdrücke werden zum Faktor f zusammengefasst, der in Abhängigkeit von der geodätischen Saughöhe (Hs.geo) aufgetragen ist.
siehe Abb. 1 Entlüftung

Entlüftung: Faktor f zur Ermittlung des Ansaugvolumens von Entlüftungspumpen für Saug- und Heberleitungen. Abb. 1 Entlüftung: Faktor f zur Ermittlung des Ansaugvolumens von Entlüftungspumpen für Saug- und Heberleitungen. Dieser enthält einen 10%igen Aufschlag zur Berücksichtigung des Gas- und Luftgehaltes im Wasser

Entlüftung_Formel_2