Moderne Technik an historischem Standort

Die Stadtwerke Greifswald waren sich ihrer historischen Verantwortung bewusst, als sie eine Modernisierung des Wasserwerks Groß Schönwalde in Angriff nahmen. Seit 1990 wurden in der Geburtsstadt des Romantik-Malers Caspar David Friedrich große Anstrengungen zur Wiederherstellung historisch gewachsener Architektur unternommen. So kam es, dass das über 100 Jahre alte Backsteingebäude des unter Denkmalschutz stehenden Wasserwerks aufwändig saniert und im Inneren mit hochmoderner Technik ausgestattet wurde, deren leistungsstarkes Herz Pumpen von KSB bilden.

Das Projekt: Erneuerung der Trinkwasserversorgung

Die zentrale Trinkwasserversorgung in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald führt bis in das Jahr 1888 zurück. Das Wasserwerk Groß Schönwalde wurde als Erweiterung im Jahr 1914 erbaut. Der zugehörige Trinkwasserspeicher befand sich jedoch an einem hochgelegenen Punkt in 2,5 km Entfernung. Im Jahr 1983 nahm neben dem alten Speicher (1000m³) ein weiterer Trinkwasserspeicher (5500m³) seinen Dienst auf. Schließlich wurde die Ablösung der nicht mehr den Ansprüchen an eine moderne und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Behälter beschlossen und die zentrale Trinkwasserversorgung direkt am Standort des Wasserwerks Groß Schönwalde veranlasst.

Der Kunde: Stadtwerke Greifswald GmbH

Die Stadtwerke Greifswald GmbH beliefern in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere im Landkreis Vorpommern-Greifswald über 70.000 Personen in Haushalten und Gewerbebetrieben mit Strom, Gas, Trinkwasser und Fernwärme. Sie bringen im Jahr rund drei Millionen Kubikmeter Trinkwasser über annähernd 320 Kilometer Leitungsnetz zu den Verbrauchern.

Pumpen, Rohre und Armaturen in der Maschinenhalle des Wasserwerks Groß Schönwalde

Maschinenhalle des Wasserwerks Groß Schönwalde

Die Herausforderung: Energieeffizienz an erster Stelle

Das Augenmerk bei der Auswahl der Pumpen lag auf der Energieeffizienz. Greifswald liegt trotz historischem Stadtkern und touristisch stark frequentiertem Umland in einer strukturschwachen Region. Durch einen im Vergleich zur Einwohnerzahl hohen Anteil von Studierenden kann sich Greifswald zwar als jüngste Stadt Deutschlands bezeichnen; aber gerade diese Rahmenbedingungen zwingen einen verantwortungsvollen Energieversorger, auch langfristig für gleichbleibend niedrige Energiekosten zu sorgen. Dies kann nur durch herausragende Technik gewährleistet werden.

Die Lösung: Konstant optimierte Wassernormpumpen

In den Jahren 2005 bis 2018 wurde im Wasserwerk Groß Schönwalde stufenweise die grundlegende Sanierung des alten Gebäudes vorgenommen sowie ein Neubau errichtet. Außerdem wurde die komplette Anlagentechnik erneuert. Das neue Gebäude mit 4 Kammern und je 900m³ (3600m³ gesamt) Fassungsvermögen und integrierter Druckstation fügt sich gelungen in das historische Ensemble ein. Der Standort Groß Schönwalde fördert ca. 60% der benötigten Tagesmenge um rund 60.000 Einwohner der Stadt Greifswald mit Trinkwasser zu versorgen. Der tägliche Gesamtbedarf liegt zwischen 7.000 und 11.000m³ Wasser.

Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz entschieden sich die Stadtwerke Greifswald für Pumpen von KSB und trafen dabei folgende Auswahl:

  • Für den Wassertransport: 3 ETABLOC 150-125-200 GB AV11D301104 B mit PumpDrive 2.
  • Für die Druckerhöhung: 4 Multitec A 125/2-10.2 12.167 mit PumpDrive 2 und eine Multitec A 65/3A-6.1 12.167 mit PumpDrive 2, die als Nachtpumpe dient.

Die Eta-Pumpe ist ein Klassiker, der sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und den KSB konstant optimiert. Und sie ist die meistverkaufte Wassernormpumpe mit weltweit 1,5 Millionen Exemplaren im Einsatz. Die Eta-Pumpe besticht durch Energieeffizienz und Servicefreundlichkeit. Mit ihren exzellenten Wirkungsgraden erfüllt sie bereits heute die Energieauflagen von morgen. Maximale Energieeinsparungen werden durch den drehzahlgeregelten Betrieb mit PumpDrive 2 erreicht, der die Leistung der Pumpe permanent an den tatsächlichen Bedarf anpasst.

Pumpen, Rohre und Armaturen in der Maschinenhalle des Wasserwerks Groß Schönwalde

Multitec-Pumpen mit PumpDrive 2 zur Druckerhöhung

Die Multitec ist eine der vielseitigsten Pumpen in der gesamten Produktpalette von KSB. Die große Auswahl an Werkstoffen und Ausführungen sorgt für eine optimale Anpassung an das Fördermedium und an die Anlage. Flexibilität, Zuverlässigkeit und Servicefreundlichkeit sorgen dabei für eine lange Lebensdauer und geringe Betriebskosten.

Installiert wurden alle Teile der neuen Anlage durch die MBA Anlagenbau GmbH aus Neubrandenburg. Die Inbetriebnahme erfolgte durch den KSB-Pumpenpartner Stancke Elektromotoren und Pumpentechnik aus Grimmen.

Schon im ersten Monat nach der Inbetriebnahme des runderneuerten Wasserwerks Groß Schönwalde waren die Ergebnisse beeindruckend. Nicht nur, dass das Leistunsspektrum der Pumpen alle Erwartungen übertraf – auch die Energieeinsparung war und ist bis heute sehr zufriedenstellend.

In Zahlen: Der spezifische Energieverbrauch des gesamten Standortes fiel von 0,40 kWh/m³ auf 0,34kWh/m³. Daraus folgt eine Energieeinsparung von 15%. Auf einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 650.000 kWh berechnet sich eine Einsparung von 97.500 kWh/a. 

Auch in den kommenden Jahren werden die Stadtwerke Greifswald im Rahmen des Energiemanagements die Energieeffizienz ihrer Trinkwasserförderungs- und Druckerhöhungsanlagen weiter verbessern. KSB wird dabei als zuverlässiger Partner zur Seite stehen.

Pumpe, Rohre und Frequenzumrichter in der Maschinenhalle des Wasserwerks Groß Schönwalde

Energieeffizienter Pumpenbetrieb: Multitec-Pumpe mit PumpDrive 2

Zahlen I Daten I Fakten

Anlage:
Wasserwerk

Endkunde:
Stadtwerke Greifswald GmbH

Projektdaten

  • 3x ETABLOC 150-125-200 GB AV11D301104 B mit PumpDrive 2 (Zwischenpumpe – Wassertransport)
  • 4x Multitec A 125/2-10.2 12.167 mit PumpDrive 2 (Hauptlastpumpen – Druckerhöhung)
  • 1x Multitec A 65/3A-6.1 12.167 mit PumpDrive 2 (Schwachlastpumpe – Druckerhöhung Nachtpumpe)