Smartes Überwachungstool sichert Trinkwasserversorgung

Für die meisten von uns in Deutschland ist die Versorgung mit immer verfügbarem Trinkwasser in Lebensmittelqualität etwas, worüber wir uns keine großen Gedanken machen. Die Wasserversorger selbst unternehmen im Hintergrund jedoch enorme Anstrengungen, um das, was uns so selbstverständlich erscheint, zuverlässig liefern zu können. Hierbei werden auch bei Systemen Redundanzen gebildet, die an sich reibungslos funktionieren.

Das Projekt: Monitoring von Wasserwerkspumpen

Die Stadtwerke Iserlohn versorgen seit 1875 die Einwohner von Iserlohn und der Region mit Wasser. Hinter der Wasserversorgung steckt ein komplexes Netz- und Verteilsystem, dessen Planung im Jahr 1869 begann. Seit das zentrale Iserlohner Wasserwerk "Krug von Nidda" 2006 für die Eigengewinnung von Trinkwasser optimiert wurde, gehört es zu den modernsten Wasserwerken Deutschlands. Pumpen, Rohre und Armaturen sind jeweils auf dem neusten Stand – kein Grund also zur Sorge. Trotzdem haben die Stadtwerke den Anspruch, jede noch so kleine technische Unregelmäßigkeit auszuschließen, die die zuverlässige Wasserversorgung der Bevölkerung gefährden könnte. Aus diesem Grund entschlossen sie sich, das bewährte Herzstück der Anlage, die Pumpensysteme von KSB, um eine zusätzliche Sicherungsstufe zu ergänzen.

Der Kunde: Stadtwerke Iserlohn

Die Stadtwerke Iserlohn im Sauerland versorgen die Einwohner von Iserlohn und die Region mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser. Aktuell beliefern sie über 20.000 Haushalte über ein 482 km langes Leitungsnetz mit Wasser. Zusätzlich stehen 4.000 Hydranten für Feuerwehr, Straßen­reinigung und Events bereit. Insgesamt stellen die Stadtwerke täglich 10 Mio. m3 Wasser bereit.

Mehrere KSB Guard Überwachungstools auf verschiedenen Etanorm-Pumpen montiert

Mehrere KSB Guards auf Etanorm-Pumpen

Die Herausforderung: Versorgungssicherheit zu minimalen Kosten

Ein weiteres Pumpensystem zu Redundanzzwecken zu installieren, kam aus Kosten- und Platzgründen nicht in Frage. Die Stadtwerke Iserlohn suchten deshalb nach einer smarten und kostengünstigen Überwachungslösung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese sollte relativ zeitnah lieferbar sein und sich ohne direkten Eingriff ins bestehende System installieren lassen.

Die Lösung: Sensorik-Tool Out of the box

KSB konnte diesem Wunsch vom Stand weg entsprechen. Es hat mit KSB Guard eine Komponente im Programm, die sich bereits in vielen vergleichbaren Projekten zu 100% bewährt hatte. Im vorliegenden Fall wurde KSB Guard innerhalb von 14 Tagen geliefert und von Technikern der Stadtwerke selbst angebracht. Werden Pumpen von KSB meist auf Kundenwunsch individuell angepasst und gefertigt, so steht mit KSB Guard ein Produkt bereit, das quasi Out of the box in nahezu jeder denkbaren Anlagenkonfiguration sofort zum Einsatz kommen kann.

Ohne aufwendigen Sensorik- und Verkabelungsaufwand, ohne zeitintensive Hard- und Software-Anbindung an das Leitsystem wird KSB Guard mit wenigen Handgriffen am Pumpengehäuse befestigt und kann nach intuitiver Konfiguration über Tablet oder Smartphone kurz darauf in Betrieb genommen werden. Über ein Webportal können die Pumpen nun rund um die Uhr überwacht werden. Die Zustandsdaten der Pumpen, wie Schwingung und Temperatur, werden dabei von KSB Guard über ein Gateway kontinuierlich in die KSB-Cloud geladen und können dort von jedem autorisierten Nutzer über jedes internetfähige Gerät abgerufen werden. Auf Wunsch werden Warnmeldungen per E-Mail versand.

Die Beobachtung und Auswertung der Zustandsdaten kann, je nach Wunsch, über ein einfaches Ampelsystem oder detaillierte Diagramme erfolgen. Beim Ampelsystem signalisiert KSB Guard dem Benutzer über die Farben grün, gelb oder rot, ob er sich entspannt zurücklehnen kann oder aber eine aufkommende Unregelmäßigkeit sein baldiges Eingreifen erfordert. Außerdem kann der Benutzer in der Cloud selbst eine Akte anlegen und erhält über die Auswertung der Langzeitmessung den Lebenslauf jeder einzelnen Pumpe.

Der große Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Wartungen werden planbar und können durch die vorbeugende Instandhaltung zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden, der von den Servicetechnikern selbst festgelegt wird. Unvorhergesehene Störungen, die die Versorgungssicherheit gefährden, gehören damit der Vergangenheit an.

KSB Guard ist übrigens auch für Fremdpumpen geeignet.

Mann mit Tablet in der Hand, darauf Diagramme von KSB Guard, im Hintergrund Pumpen

KSB Guard sendet im Handumdrehen seine Daten an Tablets und Smartphones

Zahlen I Daten I Fakten

Anlage: Wasserversorgung
Endkunde: Stadtwerke Iserlohn

Projektdaten

3x KSB Guard an Spülwasserpumpe
3x KSB Guard an Zwischenpumpe
3x KSB Guard an Reinwasserpumpe / Netzpumpe
1x Gateway