Oued Athmania: Wasserversorgungsprojekt für Algerien

Im überwiegend trockenen Land Algerien ist Wasser ein kostbares Gut – und der Wassertransport zu zwei wasserarmen Staudämmen bedeutet einen Segen für die örtliche Bevölkerung.

Das Projekt: Wasserversorgung trockenerer Gegenden in Algerien

Mitte 2013 erhielt die belgische KSB-Tochtergesellschaft KSB Belgium SA/NV den Auftrag zur Ausrüstung einer neuen Pumpstation mit zehn großen Wasserpumpen für das Projekt Athmania im Norden Algeriens.

Das Wasser wird vom eher wasserreichen Staudamm Athmania über die Zwischenstationen Oued Seguin und Ain Kercha weiter zu den wasserärmeren Staudämmen Koudiat-Medouar und Ourkiss transportiert. Ein Segen für die ortsansässige Bevölkerung, denn das kostbare Nass dient sowohl der Trinkwasserversorgung als auch der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.

Der Kunde: die algerische Wasserversorgungsbehörde ANBT

Kunde ist die nationale algerische Wasserversorgungsbehörde (ANBT) – sie beauftragte KSB, um eins der größten Wasserbauprojekte des Landes optimal und ohne Risiken zu realisieren.

KSB erhielt den Auftrag für Algeriens Wasserprojekt, da das Unternehmen seit Jahrzehnten hier präsent ist: Seit mehr als 37 Jahren konzipiert KSB dort erfolgreich Pumpstationen und legt sie hydraulisch aus. Bis heute hat KSB rund 300 solcher Anlagen zur Trinkwasserabsicherung in dem nordafrikanischen Staat ausgerüstet. Der Erfolg des jüngsten Projekts führt diese Tradition fort.

Die Herausforderung: Wasserversorgung für Menschen und Landwirtschaft

In der Vergangenheit konzentrierte sich Algerien vor allem darauf, Wasser für den steigenden Verbrauch in den Städten bereit zu stellen. Inzwischen spielt jedoch auch die landwirtschaftliche Bewässerung eine immer größere Rolle.

So plante der nordafrikanische Staat, bis zum Jahr 2020 eine Fläche von ca. 2 Millionen Hektar bewässern zu können – eine Fläche fast so groß wie Hessen. Hierzu sollten ca. 16 % des gegenwärtig genutzten Volumens mobilisiert werden, rund 1,2 Milliarden Kubikmeter Wasser.

Wassertransfer vom Staudamm Athmania

Wassertransfer vom Staudamm Athmania

Die Lösung: ein Wasserprojekt mit 21 Pumpen und 3 Stauseen

Das Projekt Athmania besteht im Grunde aus zwei großen Einzelprojekten. Denn um das Wasser vom Staudamm Athmania zu den wasserärmeren Staudämmen Koudiat-Medouar und Ourkiss zu fördern, muss es über zwei Zwischenstationen geleitet werden: Oued Seguin und Ain Kercha.

Für die Pumpstation Oued Seguin lieferte KSB zehn Spiralgehäusepumpen vom Typ RDLO 700-980, die jeweils von einem 1.810 kW starken Elektromotor angetrieben werden. Bei Volllast transportiert jedes der Aggregate 2.025 Liter Wasser in der Sekunde auf eine Förderhöhe von 75 Metern. Um möglicher Korrosion vorzubeugen, wurden alle Laufräder aus Edelstahl gefertigt. Die Gehäuse sind aus Sphäroguss. Jede der zehn Einheiten bringt rund neun Tonnen auf die Waage.

Für die Pumpstation Ain Kercha lieferte KSB elf Spiralgehäusepumpen vom Typ RDLP 500-900. Acht dieser Pumpen sorgen für den Weitertransport des Wassers zum Staudamm Medouar, die restlichen drei Pumpen sind für den Wassertransport zum Ourkiss-Staudamm verantwortlich.

Die Herausforderungen wurden perfekt gemeistert. Die Erfahrung und das Know-how von KSB haben dafür gesorgt, dass die Zusammenarbeit reibungslos verlief und das Ergebnis alle Beteiligten begeistert.

Pumpstation Ain Kercha mit elf KSB Spiralgehäusepumpen vom Typ RDLP 500-900.© KSB SE & Co. KGaA

Pumpstation Ain Kercha mit elf KSB Spiralgehäusepumpen vom Typ RDLP 500-900.

Zahlen I Daten I Fakten

Location: Oued Athmania, Algerien

Unternehmen: die algerische Wasserversorgungsbehörde ANBT

Anwendungsbereich: Wasserversorgung


Projektdaten (Oued Seguin):
10 x RDLO 700-980
Fördermenge: 2.025 l/sec
Förderhöhe: 75 m
Motorleisung 1.810 kW

Projektdaten (Ain Kercha)
11 x  RDLP 500-900
Fördermenge: 1.627 l/sec
Förderhöhe: 218m
Motorleisung 3.954 kW